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Seit dem vergangenen Monat ist das neue Spiel von Housemarque, „Returnal“, im Vertrieb von Sony Interactive Entertainment für die PS5 erhältlich. Und die Mischung aus Rogue-Like und Third-Person-Shooter kam gleich mit gewissen Vorschusslorbeeren daher, zumindest wenn man Freund eines knackigen Schwierigkeitsgrades ist. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Selene Vassos ist eine amerikanische Astronautin, die einem geheimnisvollen Signal, das vom Planeten Atropos zu kommen scheint, nachgeht. Ihr Raumschiff wird allerdings auf dem Flug stark beschädigt und so bleibt ihr nur eine Notlandung.

Wie Selene schnell feststellen muss, sind die verbliebenen Bewohner des Planeten alles andere als friedlich und greifen die Astronautin an. Und schon ist sie tot. Allerdings scheint sie in einer Art Zeitschleife festzustecken und so startet sie erneut nach dem Absturz auf den Planeten. Immer und immer wieder, was sich langsam immer stärker auf die Psyche der jungen Frau niederschlägt.

Was ist hier los? Was muss Selene tun, um vielleicht doch lebend aus diesem Albtraum zu entkommen? In jeder neuen Runde gilt es, möglichst viele Hinweise zu sammeln, Audiologs anhören, Inschriften lesen, Gegenstände sammeln. Und beim kleinsten Fehler ist der nächste Tod gewiss und es geht zurück zum Anfang.

Und man sollte sich schon im Klaren darüber sein, was einen als Spieler hier erwartet. Am Anfang draufzugehen ist ja kein Ding, die zehn Minuten Spielzeit hat man ja ruck zuck wieder aufgeholt, aber nach vielleicht anderthalb oder zwei Stunden das Zeitliche zu segnen und alle Fortschritte wieder zu verlieren kann gerade Anfänger schnell frustrieren.

Allerdings gibt es auch irgendwann die Möglichkeit, einen Abschnitt zu überspringen, die Bossfights. Das Spiel unterteilt sich in sechs Biome genannte Abschnitte, die es allesamt zu absolvieren gilt. Jedes Biom hat einen Boss und wenn der besiegt wurde, kann man beim nächsten Tod vom Raumschiff aus eine Abkürzung ins nächste Biom nehmen.

Ach ja, aus dem Tod lernen und beim nächsten mal an der gleichen Stelle besser aufpassen ist nicht. Die Biome werden nach jedem Ableben per Zufall neu generiert und so gleichen die Wege niemals dem vorigen. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Und so kommt es auch, dass ein Rund durch ein Biom prima von der Hand geht, es klappt alles, und im nächsten Run wiederum klappt nichts und man fängt sich darüber hinaus noch einen Parasiten ein, der die Werte durcheinanderwürfelt.

Ich muss zugeben, so ein Spiel wie „Returnal“ habe ich noch nie gespielt. Und auch wenn ich einige Male kurz davor war, den Controller vor Wut aus dem Fenster zu werfen, war der erste Sieg in einem Bosskampf so ein geiles Gefühl, das die Frustmomente im Nu weggeblasen hat. Dabei ist die Atmosphäre einmalig, die Grafik ein Genuss, der bei den Kämpfen ein Lichtgewitter auf dem TV erzeugt, das sich gewaschen hat. Das alles in 4K und stetigen 60FPS. Der Sound dröhnt dabei brachial aus den Boxen, ob das für den grandiosen Soundtrack, die klasse Synchro oder die Geräuschkulisse gilt. All das gepaart mit einer extrem gelungenen Story. Wer mit dem hohen Schwierigkeitsgrad kein Problem hat, muss dieses Spiel spielen, für mich jetzt schon ein Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres“.