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Im Jahr 1996 erschien mit „Resident Evil“ oder „Biohazard“, wie es in Japan betitelt wurde, ein Horror-Spiel, wie man es zuvor noch nicht gesehen hatte. Bis 2017 wurden insgesamt neun Teile der Reihe veröffentlicht, wobei „Code: Veronica“ und „Zero“ nicht als nummerierte Teile der Serie gezählt werden, sowie fünfzehn weitere Ableger. Dazu sechs Spielfilme, Animationsfilme, Bücher und Comics. Nun steht die direkte Fortsetzung des letzten Spiels „Resident Evil 7: Biohazard“ in den Läden. Wir haben uns „Resident Evil Village“ auf der PS5 angesehen.

Drei Jahre sind seit den Ereignissen in „Residen Evil 7: Biohazard“ vergangen. Ethan Winters ist mit seiner Frau Mia nach Europa gezogen, wo die beiden mit ihrer kleinen Tochter leben. Eines Abends taucht Chris Redfild mit einigen Soldaten auf, tötet Mia und verschleppt Ethan und seine Tochter. Das Auto, in dem Ethan transportiert wird, hat jedoch einen Unfall und er ist der einzig überlebende Insasse. Er schleppt sich durch einen Wald und erreicht schließlich ein Dorf mit einem Schloss. Er findet heraus, dass der Ort von einer Krankheit befallen wurde, die die meisten Einwohner in Zombiers verwandelt hat. Seine Tochter soll sich in dem Schloss befinden und so startet Ethan eine Rettungsaktion.

Soweit zur Geschichte des Spiels. Statt der beengten Räumlichkeiten im letzten Spiel, gibt es im gesamten Dorf nun wesentlich mehr Platz. Gespielt wird erneut in der Ego-Perspektive, was ja schon in „Biohazard“ prima funktioniert hat. Und das Szenario im rumänischen Dorf erinnert durchaus an „Resident Evil 4“ und hat auch einige Referenzen an den Klassiker zu bieten.

Wie aus der Serie bekannt, ist Ethan nun unterwegs, löst Rätsel, sammelt Gegenstände und durchsucht Räume nach Hinweisen. Und die erste Erkenntnis ist, dass das Dorf von einem Wesen namens Mutter Miranda und ihren vier Lords und Ladies beherrscht wird. Und jeder davon hat seinen ganz eigenen Horror zu bieten, von einem Labyrinth, in dem Superzombies gezüchtet werden, bis zum Puppenhaus, das sich nicht wirklich zum Spielen eignet.

Und die aus dem Trailer bekannte Lady Dimitrescu könnte auch aus einem Spiel der Vampir-Reihe „Castlevania“ stammen. Und auch wenn die Schreckmomente, laut Capcom wollte man dem Willen der Fans nachkommen, auf ein Minimum geschrumpft wurden, die Abwechslung an Horror-Szenarios, die jeweils komplett anders sind, ist prima gelungen.

Es lohnt sich wieder einmal, überall genau nachzuschauen und die entsprechenden Gegner zu erledigen, um Truhen, Kisten und anderes zu finden, was sich beim fliegenden Händler Duke eintauschen lässt. Etwa gegen Waffen-Upgrades. Killt man für den Mann ein paar Tiere, verdingt er sich sogar als Privatkoch.

Es gibt natürlich auch wieder eine stattliche Anzahl an Waffen, von der einfachen Pistole über die Schrotflinte bis hin zur Sniper-Rifle. Schließlich gilt es nicht nur Zombies endgültig in die ewigen Jagdgründe zu schicken, es warten auch Vampire, Werwölfe, Zombie-Cyborgs oder fliegende Ungeheuer auf den Spieler.

Schon „Resident Evil 7: Biohazard“ war ein echtes Brett, „Resident Evil Village“ gefällt mir sogar noch einen Tick besser, denn es bietet mehr Abwechslung und kommt einem mit den unterschiedlichen Abschnitten schon fast wie ein Best of vor. Die Steuerung geht gut von der Hand, da hatte die komplette Serie ja ohnehin noch nie Probleme. Die Grafik ist auf der PS5 eine Wucht, dank Raytracing sieht alles fantastisch aus und läuft mit 60FPS jederzeit flüssig. Auch der Sound kann überzeugen, vom Score über die Geräuschkulisse bis zur rundum gelungenen Synchronisation. Großartiges Spiel, das ich gern weiterempfehle.