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Im Mai 2015 kam die Rennsimulation „Project Cars“ von den Slightly Mad Studios und im Vertrieb von Bandai Namco in die Läden. Das Spiel punktete nicht nur mit dem Simulationscharakter, sondern auch mit vielen lizenzierten Autos und Strecken. Zwei Jahre später folgte „Project Cars 2“ mit gleichem Konzept. Seit Ende August steht nun der dritte Teil der Reihe in den Läden und hier hat man das Konzept der Simulation weitestgehend aufgegeben. Wir haben ein paar Runden mit der Version für die Xbox One X gedreht.

Nach den ersten Runde ist klar, dass „Project Cars 3“, im Gegensatz zu seinen zwei Vorgängern, keine reinrassige Simulation mehr ist, sondern ein Arcade-Racer mit leichten Simulationsansätzen. Das ist natürlich wesentlich einsteigerfreundlicher, Liebhaber der ersten beiden Teile könnten aber enttäuscht sein.

Allerdings haben ja auch Arcade-Racer ihr Gutes, wenn man mal so an die Serien Forza oder Gran Turismo denkt. Und so ist auch bei „Project Cars 3“ die Steuerung überhaupt kein Problem und selbst Fahranfänger schaffen schnell gute Zeiten auf den Strecken.

Einen seltsamen Eindruck hat die KI der konkurrierenden Fahrer hinterlassen. In einem Rennen liefere ich mir harte Kämpfe um den Sieg. Im nächsten ist dann die Konkurrenz ohne Chance gegen mich und im nächsten sehe ich dann kein Land. Das ist nicht wirklich ausgegoren.

Fett ist mal wieder die Auswahl der Boliden, hier stehen satte 211 Fahrzeuge in verschiedenen Klassen zur Auswahl. Und da sind auch brandneue Modelle dabei, wer hier nicht das passende Auto findet ist selbst schuld. Da nimmt man es dann auch gern in Kauf, wenn mal zwei nicht wirklich zusammenpassende Autos in der selben Klasse zu finden sind. Auch bei den Strecken gibt es reichlich Abwechslung. Hier gibt es 51 lizenzierte Pisten, die mit 121 Varianten daherkommen.

Die vielen Autos dürfen auch optisch und vor allem technisch ordentlich getunt werden und so auch in der Rennklasse aufsteigen. Per Editor kann zudem das Aussehen von Fahrer und Fahrzeug angepasst werden. Klar gibt es das nicht umsonst, das Geld dafür verdient man in den Rennen, Erfahrungspunkte bringen zudem Rabatte beim Händler.

Herzstück ist auch hier wieder mal die Karriere. Mit einem kleinen Auto startet man in den ersten Renn-Serien, die zu Beginn aus drei Events und einer Meisterschaft, die erneut mehrere Rennen umfasst, bestehen. Durch Siege schaltet man die nächsten Rennserien frei. Dafür sind dann in der Regel aber neue Fahrzeuge nötig, also sollte man sein Budget stets im Auge behalten.

Boxen-Stops wurden ebenso abgeschafft wie das Qualifying vor den Rennen. Schaden gibt es nur optisch, auf das Fahrverhalten hat das keine Auswirkungen. Dafür gibt es einen rundum gelungenen Multiplayer-Modus, zudem ist es möglich im Rival-Modus gegen die Zeiten anderer Spieler allein anzutreten.

Ich bin bei „Project Cars 3“ etwas zwiegespalten. Einerseits vermisse ich die simulationslastigkeit der beiden Vorgänger, andererseits machen auch hier die Rennen Spaß. Allerdings ist die Grafik nicht wirklich auf der Höhe der Technik und es gibt auch im Gameplay einige Ungereimtheiten. Punkten tut das Spiel allerdings so richtig mit der Auswahl an Fahrzeugen und Strecken. Der Wechsel zum Arcade-Racer war allerdings unnötig.