Nextgengamersnet
Games,  Movies and more


Nippon Ichi Software, kurz NIS, ist vor allem für die Disgaea-Reihe bekannt und beliebt bei den Gamern, aber ihr Portfolio hat auch viele andere Spiel zu bieten. Und das seit ungefähr zwanzig Jahren. Da viele die alten Titel noch gar nicht kennen hat man die Reihe „Prinny Presents NIS Classics“ ins Leben gerufen und Volume eins gleich mal für die Switch veröffentlicht. Enthalten sind Portierungen der Spiele „Phantom Brave“ und „Soul Nomad & the World Eaters“.

„Phantom Brave“ ist nicht nur ein großartiges Spiel, sondern kommt in dieser Edition auch in der definitiven Variante daher, was bedeutet, dass die Addons „The Hermuda Triangle“ und „We meet again“ ebenfalls mit an Bord sind. Die Auflösung wurde für moderne TV-Geräte angepasst.

Im Spiel lernen wir Marona kennen, eine 13jährige Waise. Ihre Eltern wurden auf einer Mission von der grausigen Kreatur Sulphur getötet, ebenso wie ihr Begleiter Ash. Letztgenannter ist nun ein Phantom. Und Marona verfolgt den Traum, genug Geld zu verdienen, um die Phantom-Insel zu kaufen. Dazu muss sie allerlei Jobs annehmen und immer wieder tauchen Hinweise auf Sulphurs Verbleib auf.

In diesem taktischen Rollenspiel steuert der Spieler Marona und muss lernen, wie sie die Phantome beschwören kann. Und es gibt auch sonst einiges zu tun. Die Steuerung geht gut von der Hand und auch die Grafik schaut zumindest im Handheld-Modus noch ganz gut aus. Auf dem TV sieht man allerdings mehr als deutlich, dass das Spiel schon viele Jahre auf dem Buckel hat.

Kommen wir zu „Soul Nomad & the World Eaters“. Hier erstellt sich der Spieler einen Charakter, der mit einem Schwert ausgerüstet ist. Dieses enthält die Seele von Gig, keinem geringeren als dem Meister des Todes. Der Spieler kann dann in den kommenden Kämpfen, die Kräfte von Gig nutzen oder ihm erlauben, von seinem Körper Besitz zu ergreifen, was aber in der Regel in totaler Zerstörung endet.

Man stellt sich besser eine Partie zusammen und nutzt die verschiedenen Skills der Mitglieder. Hat man genügend Kämpfe bestritten, konnte die Gruppe bereit sein, um es mit den World Eaters aufzunehmen. Je nachdem, welche Entscheidungen der Spieler trifft, führt das zu einem von mehreren möglichen Enden des Spiels.

Ein äußerst ungewöhnliches Spiel, das allein schon runde dreißig Stunden an JRPG-Unterhaltung bietet. Allerdings steht es optisch klar hinter „Phantom Brave“, denn dieses wurde bereits in der Vergangenheit remastered und sieht somit ein wenig moderner aus. „Soul Nomad & the World Eaters“ kam nicht in den Genuss.

Die Idee, die beiden JRPG-Klassiker in eine Edition für die Switch zu packen, ist großartig. Beide Spiele bieten einen ziemlich fetten Umfang und ungewöhnliche Spielideen. Von der Steuerung her sind beide Portierungen gut gelungen, aber vor allem bei „Soul Nomad & the World Eaters“ muss man bei der Grafik schon ziemliche Abstriche machen, während „Phantom Brave“ ganz ordentlich ausschaut, Am Sound gibt es nichts auszusetzen. Spielt man im Handheld-Modus der Switch oder auf der Switch Lite fällt das allerdings nicht so sehr ins Gewicht wie auf einem 65 Zoll TV. Sieht man darüber hinweg, bekommt man hier zwei tolle Klassiker, die man gern mehr als einmal durchspielt.