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Vor 24 Jahren erschienen mit den Editionen Grün und Rot die ersten beiden Pokémon Spiele, damals noch für den Gameboy von Nintendo. Das war der Start einer unglaublichen Erfolgsserie. Es folgten zahlreiche Nachfolger, Spin-offs, Mangas, Animes, Merchandise und Ableger wie Pokémon Go. Im vergangenen November sind nun mit Schild und Schwert die ersten beiden echten Pokémon Editionen für die aktuelle Nintendo-Konsole Switch erschienen. Wir haben uns für euch Schild angesehen.

Das erste, was dem Spieler nach dem Start auffällt, ist die tolle Grafik, so schön sah bislang noch kein anderes Spiel der Serie aus. Der Spieler hat nun im Prinzip zwei Möglichkeiten, er kann durch die Geschichte rushen, von Kampf zu Kampf eilen oder er setzt sich mit den einzelnen Pokémon auseinander, hegt und pflegt sie und trainiert sie, um sie zu den optimalen Gladiatoren zu machen. Und letzteres ist ja eigentlich das, was die Spiele über mehr als zwei Jahrzehnte ausgemacht hat.

Der Spieler übernimmt mal wieder die Steuerung über einen frischgebackenen Pokémon-Trainer ganz am Anfang seiner Karriere. Der Bruder seines besten Freundes, der schließlich sein großer Rivale wird, stellt ihm drei Pokémon zur Auswahl, je eins der Varianten Feuer, Wasser und Blatt. Ist die Entscheidung getroffen, kann sich der Spieler auf die abenteuerliche Reise machen.

Die führt den Spieler in die neue Galar-Region mit verschiedenen Städten und Wäldern, die an Großbritannien angelehnt wurde, was auch hin und wieder erkennbar ist. In den Städten fordert man die Arenameister zu Pokémon-Duellen heraus, um deren Orden zu gewinnen, bis sich schließlich der Champion die Ehre gibt. Aber auch unterwegs können Duelle gegen andere Trainer ausgetragen werden. Und natürlich geht es auch in die Natur, um wilde Pokémon einzufangen, die dann wiederum trainiert werden können.

Und die sogenannten Naturzonen sind auch neu im Spiel, denn hier gibt es besonders viele Pokémon in freier Wildbahn anzutreffen. Eine weitere Neuheit sind die Dynamax-Raids. Hier tritt man, zusammen mit anderen Spielern oder NPCs, gegen riesige Pokémon an, die man allein auf keinen Fall bezwingen könnte. Und Dynamax ist eine mysteriöse Sache, die es nur in der Galar-Region gibt. Hier können die Trainer ihr Pokémon mit Hilfe eines ganz speziellen Armbandes auf gigantische Größe wachsen lassen, was aber nur in speziellen Gebieten der Welt möglich ist.

Daneben gibt es auch wieder einige Möglichkeiten, mit anderen Spielern zu agieren. So muss man Handel betreiben, wenn man wirklich alle im Spiel enthaltenen Pokémon sammeln will, man kann seine eigene Ligakarte, ähnlich einer Visitenkarte, verteilen und natürlich auch die kleinen Monster gegeneinander antreten lassen. Gesammelte Items schalten zu dem weitere Skills der Pokémon frei. Verdientes Geld kann in den Geschäften etwa für coole Kleidung ausgegeben werden.

Unterwegs kann der Spieler Pokécamps aufbauen. Dort kann er Zeit mit seinen Pokémon verbringen, mit ihnen Spielen oder etwas leckeres kochen, was hilft, Pokémon zu heilen oder gar wiederzubeleben.

Auch wenn es im Vorfeld viel Kritik wegen der reduzierten Zahl der im Spiel enthaltenen Pokémon gegeben hat, muss ich sagen, dass mich die Schild-Edition begeistert hat. Das bewährte Spielprinzip wurde auch auf der Switch beibehalten und um sinnvolle und spassige Neuerungen erweitert. Die neue Zone ist rundum gelungen, die Raids machen Laune und die Pokécamps sind auch klasse. Hier kommen sowohl Einsteiger als auch erfahrene Trainer auf ihre Kosten. Dabei sieht das Spiel so schön aus, wie nie zuvor und auch der Sound steht dem in nichts nach. Großartig.