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Ende 2012 brachte Nintendo die Konsole Wii U auf den Markt, jedoch waren davon viele Fans nicht so begeistert wie erhofft. Trotz vieler neuer Ideen und frischer Spiele wollte der Funke nicht überspringen. Da konnte auch „Pikmin 3“ nicht helfen, das Spiel wurde 2013 veröffentlicht. Der Vorgänger war noch auf dem GameCube erschienen. Nun hat Nintendo das Spiel erneut in die Läden gebracht mit dem Titelzusatz „Deluxe“ für die aktuelle Konsole Switch. Wir haben uns das Spiel angsehen.

Es ist ja nicht das erste Spiel, das zunächst für die Wii U erschienen ist und dann für die Switch umgesetzt wurde. Games wie „Mario Kart 8“ oder „Bayonetta 2“ sind ja schon den gleichen Weg gegangen. Nun ist „Pikmin 3“ an der Reihe.

Kurz zur Handlung, an der sich freilich nichts geändert hat. Drei Astronauten, Charlie, Alph und Brittany fliegen von ihrem Heimatplaneten Koppai los, um im Weltall eine Quelle für Nahrung zu finden. Auf dem Planeten PNF-404 werden sie fündig. Doch sie finden hier nicht nur frisches Obst und andere Leckereien, sondern auch die Bewohner des Planeten, die Pikmin.

Und die Pikmin sind nicht nur enorm hilfsbereit, sie lassen sich auch willig kommandieren, per Trillerpfeife. Und das in Echtzeit. Taktische Möglichkeiten kommen mit den Farben der Pikmin daher, denn jede Farbe bedeutet eine andere besondere Fähigkeit. So sind die roten resistent gegen Feuer, die blauen können unter Wasser eingesetzt werden und die gelben können genutzt werden, um Stromkreise zu schließen, denn ein kleiner Schlag macht den Kerlen nichts aus.

Wer jetzt denkt, er könnte gemütlich den Vitaminvorrat mit Obst auffüllen, liegt falsch, denn die jeweiligen Aufgaben müssen erledigt werden, bevor die Sonne untergeht. Somit hat man immer ein wenig Zeitdruck, was immens motivierend ist.

Die Version für die Wii U konnte damals mit dem großen Display auf dem Controller punkten, denn da wurde ständig die Karte eingeblendet. Das fällt hier logischerweise weg. Dafür gibt es nun einen Koop-Modus und ein weiterer Spieler kann jederzeit mit einsteigen.

Was gibt es nun neues gegenüber der alten Version? Verschiedene Modi können nun zu zweit per Splitscreen gespielt werden, es gibt neue Bonus-Abenteuer und die damals als DLC erhältlichen Zusatzlevel sind ebenfalls gleich an Bord. Dazu kommt ein besonders schwerer Schrierigkeitsgrad und ein sehr leichter, der sich speziell an Kinder richtet.

„Pikmin 3“ war eines meiner Lieblingsspiele auf der Wii U und ich war gespannt darauf, wie es sich heute schlägt. Und das macht es sehr gut. Die Spielmodi wurden erweitert, die Grafik etwas aufpoliert, obwohl hier noch deutlich Luft nach oben ist. Das Gewusel auf dem Bildschirm ist auch heute noch großartig, die Steuerung ist nahezu perfekt und zwei neue Schwierigkeitsgrade sind ebenfalls klasse. Vor allem, der leichte, der sich speziell an junge Kinder richtet, ist mehr als willkommen. Tolles Spiel, das hier zu Recht den zweiten Frühling spendiert bekommen hat.