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Die HB Studios, im Jahr 2000 in Kanada gegründet, sind bei Fans von Sportspielen alles andere als unbekannt. Im Laufe der letzten 20 Jahre entstanden dort Games für allerlei Publisher, viel mit Lizenzen wie Cricket, Rugby, Fifa, Madden, NBA, NHL, RBI oder eben Golf. Zuletzt überzeugte das Spiel „The Golf Club“ im vergangenen Jahr, nun steht der Nachfolger „PGA Tour 2K21“ in den Läden. 2K Games hat das Spiel für die Xbox One, PS4, PC, Switch und Stadia veröffentlicht. Wir haben auf der Xbox One eingelocht.

Wie der Titel schon verrät, kommt das Spiel mit umfangreicher Lizenz daher. Alle 15 Kurse der PGA Tour sind auch im Spiel enthalten. Insgesamt stehen so knapp fünzig Golfplätze zur Verfügung. Zwölf Golfprofis sind dabei, per Editor kann man sich natürlich auch einen eigenen Spieler kreieren.

Was schon beim ersten Abschlag auffällt, ist die realistische Physik. Hier wird nicht im Arcade-Stil gegolft, sondern es liegt eine nahezu perfekte Simulation des Sports vor. Und da macht es nun mal einen gewaltigen Unterschied, wie ich einen Ball mit welcher Geschwindigkeit, mit welchem Schläger wo treffe. Und da ist dann der Wind noch nicht mit einberechnet, der auch einen Anteil daran hat, ob der Ball auf dem Fairway landet oder im nächsten Baum.

Wer nun Angst hat, dass das alles viel zu kompliziert für eine Runde Bildschirmgolf zwischendurch ist, den kann ich beruhigen. Das Spiel lässt nicht nur viel Ausprobieren zu, sondern bietet auch unheimlich viele Spielhilfen an, die „PGA Tour 2K21“ auch für Einsteiger zum idealen Spiel machen.

Herzstück ist bei Sportspielen der Karrieremodus, das ist hier nicht anders. Der Spieler hat die Wahl, in der Q-School zu starten, ideal für Einsteiger, die Korn Ferry Tour zu spielen oder direkt in die PGA einzusteigen. Nur bei den Vollprofis locken Sponsorenverträge, die mit Herausforderungen verbunden sind und bei erfüllen mit Belohnungen wie Golfklamotten oder schicken Accessoires locken.

Bei Bedarf kann der Spieler eine Menge Zeit damit zu verbringen, die richtigen Golfschläger für sein Spiel zu finden, denn alles haben ihre Vor- und Nachteile. Durch das Spielen der Golfturniere wird virtuelles Geld verdient, mit dem man neue Kleidung oder Schläger kaufen kann. Hier gibt es auch Mikrotransaktionen, so kann mit echtem Geld auch neues Equipment angeschafft werden, das Ausschlag auf das Spielgeschehen hat, allerdings kann man alles auch durch virtuelle Währung bekommen.

Schaut man sich beim Golfen die Zuschauer an, hat man das Gefühle, dass es hier deutlich ansehnlicher gegangen wäre, sieht man darüber hinweg, bekommt man eine Präsentation vom Allerfeinsten. Die Kurse sehen fantastisch aus, die Kommentatoren sind klasse und wenn man Voraussagen über das eigene Spiel hört, fühlt man sich richtig dabei. Luke Elvy und Richard Beem sind bei Golffans keine Unbekannten und gehören zu den beliebtesten Kommentatoren des Sports.

Zu guter Letzt gibt es auch einen Mehrspielermodus, in dem sich Meisterschaften in sogenannten Societies erstellen lassen. Die Turniere können auch über einen Zeitraum von mehreren Tagen organisiert werden.

Seit ich auf dem Commodore 64 „Leaderboard“ gespielt habe, bin ich ein großer Fan des vrtuellen Golfs und habe seitdem dutzende Spiele ausprobiert. Aber hier haben wir die neue Nummer 1, noch nie war ein Spiel auch nur ansatzweise so gut wie „PGA Tour 2K21“. Es passt hier einfach alles, von der eingängigen Steuerung, über die fantastische Grafik und Präsentation, bis zum Variablen Schwierigkeitsgrad. Mit 49 Kursen ist der Umfang enorm, dazu gibt es einen umfangreichen Editor, mit dem sich nicht nur Golfer, sondern auch eigene Kurse erstellen lassen. Und wer dies schon beim Vorgänger gemacht hat, kann die damals erschaffenen Kurse importieren. Selten hat ein Spiel unsere Höchstwertung so verdient wie „PGA Tour 2K21“.