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Wir starten in Europa 1468/69 oder um genauer zu sein in Portugal, wo wir eine kleine Firma übernehmen, die von Handel und Entdeckungen lebt. Jedoch ist diese nicht Mal ansatzweise erfolgreich, denn sie steht sehr nahe am Bankrott und noch dazu ist unser bester Admiral, welcher für die Schifffahrt sehr wichtig ist, seit Jahren verschollen. Keine sehr gute Grundlage erfolgreich zu sein.
Nun liegt es an uns der Firma wieder auf die Beine zu helfen, uns einen fähigen Admiral zu suchen, die unbekannten Gewässer der Erde zu befahren und dabei die ein oder andere Entdeckung zu machen.    

 

 

Mehr als das erfahren wir nicht und somit startet man ohne große Vorgeschichte sofort mit dem Tutorial, sofern man dieses spielen möchte. Es ist jedoch sehr empfehlenswert für neue Spieler, da das Spiel in keiner Weise selbsterklärend ist.
Das Tutorial ist im Großen und Ganzen relativ niedlich aufgebaut und wird von einer kleinen Geschichte durchzogen, welche jedoch nicht weiter wichtig für das Spiel ist und demnach leider auch ein wenig uninteressant ist und das Tutorial ziemlich in die Länge zieht.
Hierbei ist es wichtig, dass man gute Englischkenntnisse besitzt, denn das Spiel ist ausschließlich in Englisch.  

 

 

Ist man einmal durch und hat alles verstanden ist das Spiel sehr einfach zu spielen, da die Handelssimulation schon ein wenig zu simpel aufgebaut ist und der Rest auch nicht sonderlich kompliziert ist. So kann man seine Admirale, die man im Laufe des Spiels erhält, einfach in die Welt hinausschicken und darauf warten, dass sie mit interessanten Entdeckungen wiederkommen. Eine wirkliche Challenge hat man nicht, zwar wird uns am Anfang von Piraten und gefährlichen Monstern berichtet aber diese kann man nicht bekämpfen und auch das Wirtschaftssystem fordert nicht wirklich viel ein und es ist nahezu unmöglich bankrott zu gehen, da man sehr schnell zu viel Einkommen und zu wenig Ausgaben hat.
Neben dem Handel und den Erkundungen gibt es noch kleine Interaktionen auf der Karte an sich: Zum einen kann man diverse Schatzkisten auf der Welt einsammeln in dem man einfach die dazugehörigen Symbole anklickt und zum anderen kann man ein Gebiet vorher ein wenig „auskundschaften“ in dem man sich die dortigen Gerüchte anhört welche durch eine kleine Sprechblase auf der Karte gekennzeichnet sind. Aber auch das macht das Spiel nicht unbedingt spannender.  

 

 

Die Grafik wirkt zwar auf den ersten Blick sehr angenehm und schön gestaltet, doch im weiteren Verlauf fällt einfach auf, dass da mehrere Ideen durcheinander gewürfelt wurden und alles irgendwie nicht so ganz zusammenpasst, auch die Städte und die Karte sind nicht sonderlich detailverliebt.
Der Soundtrack ist sehr schön und bringt ein wenig Frieden in das Spiel, ist jedoch nicht weiter auffällig.

Auf der Switch finde ich die Steuerung sehr angenehm und ich persönlich finde auch, dass sich hier der Handheld Modus mehr lohnt als das Spiel auf einen größeren Bildschirm zu übertragen.

 

 

Fazit zum Gesamtprodukt ist leider eher ein wenig enttäuschend. Als Fan von Wirtschaftssimulationen wird man mit Neo ATLAS 1469 definitiv nicht glücklich einfach wegen dem Mangel an Herausforderung. Das Spiel hat gute Ansätze wurde jedoch nicht vollkommen ausgeschöpft. Eine wirkliche Story hat das Spiel auch nicht, jedenfalls keine, die relevant ist. Man wird während des Spiels immer wieder von Dialogen oder kleinen Nebenmissionen unterbrochen so, dass man nicht Mal wirklich das Gefühl von einem wirklich „freien“ Spiel hat.
Für Leute, die neu im Genre sind ist es ein guter Anfang aber die älteren Hasen sollten sich vielleicht doch lieber ein anderes Spiel suchen.