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Im Jahr 1991 veröffentlichte Electronic Arts das Eishockey-Spiel „NHL Hockey“. Seit dem erschienen jährliche Ausgaben des Spiel für die aktuellen Systeme. Spiele gab es bereits für PC, PS1, PS2, PS3, PSP, Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance, Sega Game Gear, Mega Drive, Saturn, SNES, Nintendo 64, Gamecube, Xbox und Xbox 360. Nun steht „NHL 20“ in den Läden und ist für die Xbox One und die PS4 erhältlich. Und da EA schon in den vergangenen zwei Jahen eine nahezu perfektes Spiel abgeliefert hat, stellt sich die Frage, ob die Änderungen in diesem Jahr ausreichen, damit sich ein Kauf der neuen Version lohnt. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Zum Ende des Sommers startet die Sportsaison bei Electronic Arts. Zunächst erfreut Madden die Footballfreunde, dann folgt Eishockey mit NHL und schließlich Fußball. Heute sind wir in der Mitte der Saison angekommen und gehen aufs Eis.

Kennt ihr Gritty? Gritty ist das Maskottchen der Philadelphia Flyers und längst eine Kultfigur in der NHL. Schießen die Jungs auf dem Eis ein Tor, flippt Gritty auf der Tribüne richtig aus. Wenn ihr das sehen wollt, schaut auf YouTube nach The Best of Gritty. Was das mit diesem Spiel zu tun hat? Nun, Gritty ist, neben allen anderen Maskottchen, auch dabei. Nur eine der kleinen aber feinen Neuerungen, die zwar nichts zum Gameplay beiträgt, aber die ohnehin schon einmalige Atmosphäre noch realistischer macht.

Aber auch das Spiel selbst hat einige Neuheiten zu bieten, etwa in den Spielmodi Ones und Threes. Dort gibt es nun auch eine Battle Royale Variante. Auch lokale Multiplayer-Matches haben nun den Einzug gefunden. Ein paar zusätzliche Inhalte gibt es nun auch im Ultimate Hockey Team.

Der Franchise-Modus, hier gibt der Spieler den Team-Manager über mehrere Seasons, wurde ebenfalls erweitert. Es lassen sich jetzt Trainer unter Vertrag nehmen, die Aufstellungen haben noch mehr Effekte auf die Stärke des Teams. Das war es aber auch schon, was sollte man an diesem genialen Modus auch sonst verändern?

Geht es aufs Eis, fällt den Spielern, die auch schon die Vorgänger gezockt haben auf, dass die Geschwindigkeit ein wenig angehoben wurde. Das macht die Sache schwieriger und deutlich anspruchsvoller, aber natürlich auch realistischer. Exakte Bewegungen auszuführen erfordert nun schon eine Menge Übung. Aber Anfänger brauchen keine Angst zu haben und können den Speed auch wieder verringern, wie auch alle sonstigen bekannten Optionen, die das Spiel einsteigerfreundlich machen.

Bei den Torhütern wurde die KI verbessert, was aber nicht wirklich auffällt. Auch im letzten Jahr haben die schon ordentlich gespielt und auch richtig gut gehalten. Eine Schippe draufgelegt wurde bei den Gesichtern der Spieler und deren typischen Bewegungen, man erkennt sie nun noch einfacher. Zweikämpfe auf dem Eis sind einen Tick schwieriger geworden, weil sich die Gegner einfach besser bewegen.

Auch bei den Kommentatoren der Spiele gibt es neue Gesichter. Hier sind nun Ray Ferraro und James Cybulski am Start. Vor allem letzterer geht bei allen Spielen derart mit, dass sich die Begeisterung selbst auf die Leute überträgt, die nur dem Spieler zuschauen. Wahnsinn.

Die oben gestellte Frage zu beantworten, ob sich der Kauf von NHL 20 lohnt, wenn bereits NHL 19 im Regal steht, ist nicht ganz einfach. Wenn man hin und wieder eine Partie auf dem Eis bestreiten will, tut es die Variante aus dem Vorjahr auch, ist man ein richtiger Eishockey-Fan, lohnt der Kauf ohne Zweifel. Allein schon die neuen Kommentatoren sind ein Klasse für sich, die Grafik und die Präsentation der Spiele wurde noch einmal verbessert und auch im Gameplay gibt es einige Änderungen. Und Gritty ist auch dabei. „NHL 20“ ist eine perfekte Sportsimulation, die ich nur jedem empfehlen kann.