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Es ist wieder soweit, die virtuelle Sportsaison hat begonnen. Die neuen Sportspiele für Konsolen und PCs belagern die Regale bei den Händlern. Mit „NBA 2K20“ hat 2K das mittlerweile 21. Spiel der Reihe veröffentlicht. Wie gewohnt beschränken wir uns bei dem Test auf die Neuerungen im Game. Wir sind auf der PS4 auf Körbejagd gegangen.


Gleich zu Beginn: die von vielen Fans kritisierten Mikrotransaktionen sind nicht nur weiterhin im Spiel, sondern wurden sogar noch ausgebaut. Ob man sich dafür im Mein-Team-Modus Kartenpäckchen kauft oder sie anderweitig ausgibt, man kann hier eine Menge Geld loswerden. Selbst Spielautomaten und ein Glücksrad haben dafür den Weg ins Spiel gefunden. Allerdings sollte auch klar sein, dass das Spiel auch völlig ohne weitere Investitionen spielbar ist und man alles auch so erreichen kann.

Ihr habe schon einmal eine Übertragung eines NBA-Spiels im TV gesehen? Dann wisst ihr, was euch hier bei der Spielepräsentation erwartet. Ob Einblendungen vor dem Spiel, die Lichtshows in den originalen Spielstätten samt authentischem Hallensprecher, die wunderbaren Kommentatoren und nicht zuletzt die in einem Sportspiel wohl einzigartigen Field-Reporter, all das macht die Präsentation der Matches einmalig. Und im Vergleich zum Vorgänger wurde hier auch noch eine Schippe draufgelegt.

Auch das Gameplay wurde ein wenig verbessert und sieht nun noch realistischer aus und jedes Dribbling und jeder geglückte Korbwurf zaubert ein Lächeln auf das Gesicht des Spielers. Bei einem Fehlwurd lässt sich auf der Anzeige jederzeit erkennen, woran es gehapert hat. Bei Sprints sollte man ein wenig sparsamer sein, denn die Verbrauchen die Energie des Spielers nun auch schneller, was nicht nur realistischer ist, sondern auch mehr taktisches Denken erfordert. Und auch bei der Verteidigung gibt es etwas neues, ein kleiner Pfeil zeigt an, ob der Angreifer links oder rechts vorbeigehen wird, was es einfacher macht, den Weg zuzustellen, ein gelungenes Feature.

Für Neueinsteiger bietet „NBA 2K20“ ein prima Tutorial, das den Spieler mit der Steuerung und den Eigenheiten des Spiels vertraut macht.

Herzstück des Spiels ist der Meine-Karriere-Modus. Mit einer beinahe filmreichen Hintergrundgeschichte, in der der Spieler hin und wieder Entscheidungen für den selbsterstellten Sportler treffen muss, geht es zunächst in einem College-Team auf Körbejagd, später dann in einem Team der NBA. Vorher steht aber erst einmal ein Sichtungs-Event an. Hie rgibt es allerlei Mini-Games zu absolvieren. Im Laufe der Karriere trifft der Spieler nicht nur berühmte Promis, sondern hat auch viele Möglichkeiten, sich selbst zu verbessern.

Auch der Mein-GM-Modus ist wieder dabei und der Spieler kann sich hier als General Manager um ein Team kümmern. Neu ist hier, dass der Tag rundenbasiert abläuft. Es gibt es eine begrenzte Anzahl an Aktionspunkten, wenn diese verbraucht sind, ist der Tag rum. Man muss sich also entscheiden, was im Moment das Wichtigste auf der Agenda ist.

Klar, die Mikrotransaktionen stoßen erneut sauer auf, aber davon abgesehen ist „NBA 2K20“ ein herausragendes Sportspiel und gehört zu den besten Genre-Simulationen überhaupt. Hier passt einfach alles, die verschiedenen Spielmodi, die grandiose Präsentation, die herausragende Grafik mit entsprechendem Sound und nicht zuletzt das beinahe perfekte Gameplay. Bleibt die Frage, wie man das im kommenden Jahr noch überbieten soll? Trotz des einen Kritikpunktes hat „NBA 2K20“ unsere Höchstwertung verdient.