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Der italienische Entwickler Milestone ist auf Rennspiele spezialisiert. Beinahe könnte man sagen, wenn es zwei Räder hat und Rennen fährt, hat Milestone schon ein Spiel draus gemacht. Okay, Fahrräder und Mofas sind nicht dabei, aber sobald es schneller wird, ist Milestone am Start. Neuester Streich ist die offizielle Rennsimulation „Moto GP 21“, die vor kurzem erschienen ist. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen.

Was die Formel 1 für Autorennen ist, das ist Moto GP für Motorräder, die Königsklasse. Und wie die Vorgängerspiele schon bewiesen haben, ist selbst virtuelles Motorradrennen alles andere als einfach. Die Steuerung ist sehr präzise und das muss der Spieler ausnutzen, wenn er zum einen gewinnen möchte, aber zum anderen auch sicher durch die nächste Kurve kommen möchte. Die Idealkurve ist hier keine Option, nur auf dieser kommt man durch die Kurve, ohne zuviel Speed zu verlieren. Und das ist alles andere als einfach.

Für Einsteiger bietet es sich deshalb an, erst einmal unterklassig im Moto GP 2 oder besser 3 einzusteigen. Hier sind die Geschwindigkeiten etwas moderater und die Motorräder eignen sich prima, um sich mit dem Fahrverhalten vertraut zu machen, bevor man auf den großen Maschinen Platz nimmt. Denn Steuern wie im Auto reicht hier nicht, der Fahrer muss sich auch entsprechend in die Kurven legen.

Und bevor es ins erste Rennen geht, gibt es genug Möglichkeiten, sich mit der jeweiligen Strecke vertraut zu machen. Es gibt Trainingsläufe, die speziell Anfänger unbedingt ausnutzen sollten, Qualifikationsläufe und schließlich die Rennen. Eine Rückspulfunktion ist bei Fahrfehlern recht hilfreich. Es gibt auch noch einige weitere Optionen, die das Leben des Fahrers leichter machen, trotzdem bleibt es jederzeit eine komplexe Simulation, die gar nicht so einfach zu bändigen ist, ohne gewisse Eingewöhnungszeit.

Ihr meint, ihr habt das Bike und die Strecken im Griff? Dann schaltet den simulierten Benzinverbrauch ein und ihr müsst in den Rennen fortan ständig auf den Verbrauch schielen. Ein Boxenstop kostet den Sieg oder eine gute Platzierung. Fährt man zu schnell, könnte am Ende der Sprit kurz vor der Ziellinie ausgehen.

Wie auch die Vorgänger bietet „Moto GP 21“ als Spielmodi die Karriere in der aktuellen Saison, Zeitrennen, Klassiker mit alten Maschinen oder Online-Racing. Dazu gibt es als Neuerung die Strafspuren, langsam zu durchfahrende Umwege, die als Strafen für Fehler aufgebrummt werden.

Alles neu, macht der Mai? Nicht so wirklich, die Neuerungen in „Moto GP 21“ halten sich in Grenzen, allerdings kommt nun die Power der neuen Konsolen zur Geltung und die machen sich in 4K Auflösung bei hohen FPS-Werten und HDR bemerkbar, dazu kommen sehr kurze Ladezeiten. Die Grafik und der Sound auf der PS5 sind eine Wucht, der neue Dual-Sense-Controller wird prima genutzt und die kleinen Neuerungen sind gelungen. Wer die derzeit beste Motorradrenn-Sim sucht, kommt an „Moto GP 21“ nicht vorbei.