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Während die Fußball-Bundesliga seit dem Wochenende wieder kicken darf, sitzen Motorsportfans weiter auf dem Trockenen und es darf bezweifelt werden, dass in diesem Jahr noch reguläre Saisons stattfinden werden. Das gilt für Rennwagen ebenso wie für Motorrad-Klassen. Abhilfe gibt es nur in Form von Videospielen, da ist es praktisch, dass Milestone das Spiel „MotoGP 20“ frisch in die Läden gebracht hat. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Natürlich kann man bei „MotoGP 20“ auch online zu verschiedenen Rennen gegen andere Spieler antreten, bei privaten Rennen eigene Bedingungen festlegen oder einfach ein Rennen in der Lobby aussuchen. Einen lokalen Mehrspielermodus gibt es leider nicht. Herzstück ist aber sowieso der Karrieremodus, dem wir generell die meiste Aufmerksamkeit schenken.

Nach ein paar Einstellungen erstellt sich der Spieler einen Fahrer samt Optik, Kleidung und so weiter. Dann wird der Schwierigkeitsgrad gewählt, weitere Anpassungen wir das Aktivieren von Fahrhilfen kann man auch später noch vornehmen und das Spiel so an seine eigenen Fähigkeiten anpassen. So kommen nicht nur Profis in den Genuss spannender Rennen, sondern auch Anfänger.

Ganz ohne Hilfen kommt das Spiel schon als ordentliche Simulation daher, die vollste Konzentration abverlangt, und eine Menge Zeit. Denn das Rennwochenende ist lang, wenn man Trainingsrunden fährt, die Qualifikation spielt, schließlich ins Warm-up und darüber ins Rennen kommt. Nun winkt ein Vertrag für unseren Fahrer, wahlweise fängt man unten in der Moto3 an, eine Klasse höher oder gleich in der MotoGP.

Im Vergleich zum letztjährigen Spiel wurde die Steuerung ordentlich verbessert, was ein realistischeres Gefühl zulässt. Auch bei den unteren Schwierigkeitsgraden ist Übung vorausgesetzt, denn auch hier müssen die richtigen Bremspunkte und der Zeitpunkt Vollgas zu geben erst herausgefunden werden. Schwierigkeiten mit der Maschine behebt der Ingenieur im Team. Aber auch der Spieler selbst kann umfangreiche Einstellungen vornehmen und die Wirksamkeit bei einigen Trainingsrunden testen.

Nach und nach steigt man von der Moto3 in die Moto2 und schließlich in die Königsklasse auf, in der man fortan um die Meisterschaft fährt. Stellt man die richtigen Leute in seinem Team ein, steht auch der Weiterentwicklung des eigenen Bikes nichts mehr im Weg.

Dank umfangreicher Lizenzen steht so einiges zur Auswahl. Wem das nicht reicht, der kann den Editor nutzen, in dem man nicht nur Motorräder gestalten kann, sondern auch Rennanzüge, Helme und Fahrersymbole. Aber auch das ist noch nicht alles, was „MotoGP 20“ zu bieten hat.

Neben Einzelrennen gibt es noch den historischen Spielmodus, in dem man 500ccm Maschinen ab dem Jahr 2002 ausprobieren kann. Viele davon müssen aber zunächst freigespielt werden. Dies macht man in Dailys, wobei einige davon richtig knackig schwer daherkommen.

„MotoGP 20“ zeigt einige Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger. Das Spiel bietet einen ordentlichen Umfang und unzählige Anpassungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Die Steuerung ist klasse und lässt sich für Anfänger ebenso wie für Profis passend einstellen. Die Bikes sehen fantastisch aus und die Rennen sind spannend und spektakulär, dank offenbar verbesserter KI der Computergegner. Einziges Manko ist die etwas altbackene Grafik der Landschaften, hier haben andere Rennspiele deutlich mehr zu bieten. Die zusätzlichen Optionen für die Xbox One X beschränken sich darauf, sich zwischen höherer Bildwiederholungsrate (deutlich spürbar) oder verbesserter Grafik (kaum auszumachen) zu entscheiden. Alles in allem kein perfektes Motorrad-Rennspiel, aber zur zeit das beste auf dem Markt.