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Im Jahr 2002 löste MotoGP die Rennklasse für Motorräder mit 500ccm Hubraum, die seit 1949 existierte ab. Pro Saison werden 19 Rennen ausgetragen. Aktueller Weltmeister ist der Spanier Marc Márquez der einen Vertrag mit Honda hat. Und seit diese Rennserie existiert, gibt es auch Video- und Comuterspiele für die jeweils aktuellen Systeme. Nun steht MotoGP19 für die PS4, Xbox One und den PC in den Regalen, eine Version für die Nintendo Switch folgt zum Monatsende. Wir haben uns mit der PS4-Version auf die Pisten begeben.


Coverstar des Spiels ist der aktuelle Weltmeister, der den Titel nun seit drei Jahren trägt. Aber um auch nur annähernd an die Rundenzeiten eines Márquez heranzukommen, ist bei MotoGP jede Menge Training, viele Rennen und sicher auch ein wenig Frust zu überstehen. Denn hier handelt es sich nicht um einen Arcaderacer, in dem man mit dauerhaftem Vollgas alles hinter sich lässt, sondern um eine manchmal richtig harte Rennsimulation.

Schon bei der ersten Proberunde fällt die Fahrphysik positiv auf, denn hier hat jede kleinste Bewegung am Stick des Controllers schon immense Auswirkungen. Und ohne Übung landet man schneller abseits der Piste als es einem lieb sein kann. Neueinsteiger können hier leicht frustriert werden, aber nach einigen Runden bekommt man ein Gefühl für die Maschine und nach und nach beginnt man, sie zu beherrschen.

Will es einfach nicht mit den ersten Erfolgen klappen, kann man aber auch wieder diverse Fahrhlfen aktivieren, wie etwa Bremsassistenten oder das Anzeigen der Ideallinie. Aber auch die Fähigkeiten der KI-Fahrer kann reguliert werden. So kann man sie reagieren lassen, wie Anfänger, die selbst Fehler machen und in den Kurven stärker abbremsen. In den hohen Schwierigkeitsgraden hat man erbarmungslose Kontrahenten, die beinahe fehlerfrei fahren und dagegen jeden eigenen Fehler des Spielers bestrafen.

Das Herzstück eines Rennspiels ist der Karrieremodus, der auch hier nicht fehlen darf. Ein selbst erstellter Fahrer arbeitet sich durch die verschiedenen Rennklassen, um schließlich nach geraumer Zeit beim MotoGP starten zu können. Vorher sucht man sich Aussehen, Helm und Handschuhe aus und wählt, ganz wichtig, einen Fahrstil, den man sich von den Stars der Rennsportszene abschauen kann, aus.

Gute Leistungen im Training und bei den Rennen zahlen sich aus, hier in der Form von sogenannten Development Points. Diese kann man wiederum dazu nutzen, seine Rennmaschine zu verbessern. Und auch die sozialen Netzwerke haben den Weg in das Spiel gefunden, über die Nachrichten übermittelt werden können.

Ein echtes Highlight des Spiels sind die Historical Challenges. Hier können historische Rennsituationen nachgespielt werden. Dafür stehen fünfzig Rennfahrer aus der Vergangenheit und 35 Maschinen vom MotoGP und der 500ccm Vorgängerklasse zur Auswahl. Dazu gesellen sich auch Strecken, die nicht mehr zum aktuellen Rennkalender gehören.

Eine Neuheit ist zudem die Klasse MotoE, die in der Serie in diesem Jahr ihre Premiere gefeiert hat. Hier wird mit elektrischem Antrieb gefahren, was nicht nur ein völlig neues Fahrgefühl beschert, sondern auch eine gänzlich andere Soundkulisse an die Lautsprecher schickt.

Es gibt zudem einen Online-Modus, in dem man gegen Fahrer aus aller Welt oder gegen seine Freunde antreten kann. Aber ohne Ranglistensystem kommt das ein wenig unausgereift daher.

Wurde beim Online-Modus gekleckert, hat Milestone bei den Lizenzen ordentlich geklotzt. Erneut sind alle Fahrer, Motorräder und auch die Strecken der aktuellen Serie an Bord.

Wer auf Motorradrennen steht, für den ist MotoGP19 ein Pflichtkauf. Unzählige Optionen lassen das Spiel für nahezu jeden Gamer perfekt werden. Ein großartiger Karrieremodus, eine wunderschöne Präsentation der Rennen und nicht zuletzt die Lizenzen aller Fahrer, Motorräder und Strecken der diesjährigen Saison sorgen dafür, dass man förmlich in das Spiel hineingesogen wird und sich vorkommt, als wäre man ein Teil den Rennzirkus. Der Online-Modus kommt etwas uninspiriert daher, aber das kann man verschmerzen. Da sind Highlights wie die Historical Challenges, die geniale Grafik und der brachiale Sound wichtiger. Klare Kaufempfehlung.