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Der britische Entwickler Supermassive Games hat spätestens seit 2015 einen guten Namen bei Horror-Fans, da wurde ihr Spiel „Until Dawn“ für die PS4 veröffentlicht. Nun haben sie mit „The Dark Pictures Anthology: Man of Medan“ nachgelegt. Es ist das erste von mehreren geplanten Horror-Spielen, die zusammen ein ganzes Grusel-Universum bilden sollen. Wie auch schon beo „Until Dawn“ hat man auch hier auf Schauspieler zurückgegriffen. Darunter sind Shawn Ashmore, Ayisha Issa und Chris Sandiford. Wir haben uns das von Bandai Namco vertriebene Spiel auf der Xbox One angesehen.


Nach einem kleinen Film, in dem der Spieler hin und wieder ins Geschehen eingreifen darf, springt das Spiel zeitlich vom zweiten Weltkrieg in die Gegenwart. Vier Freunde gehen zusammen mit einem Skipper auf einen Segeltrip. Ziel ist ein Schiffswrack aus dem zweiten Weltkrieg, nach dem die Freunde tauchen wollen. Als jedoch in der Nacht das Wetter umschlägt und unheimliche Besucher auftauchen, ist es mit der guten Stimmung vorbei. Schließlich finden sich die Fünf, die der Spieler abwechselnd steuert, auf einem Geisterschiff wieder.

Der Spieler muss nicht nur das Überleben der Gruppe sichern, sondern auch hinter das Geheimnis des Schiffes kommen. Dabei beschränkt sich die Interaktivität oftmals lediglich auf Entscheidungen, die zwar im ersten Augenblick unwichtig erscheinen, aber immensen Einfluss auf den weiteren Verlauf haben. Und das wird manchmal erst viel später ersichtlich.

Die Zusammenstellung der Gruppe kommt wie das typische Horrorfilm-Klischee daher. Da gibt es den Nerd, die Sportkanone, den witzigen Typen und die toughe Frau. Auch die weitere Handlung der Geschichte werde ich hier nicht eingehen, da das kaum möglich ist, ohne zu spoilern. Nur soviel, es wird durchaus gruselig, vom Jump-Scare bis zur beklemmenden Atmosphäre ist alles dabei.

Und wie das bei Horrorfilmen, ob interaktiv oder nicht, nun mal so ist, haben auch hier die Figuren recht wenig Tiefe und auch die Dialoge sind nicht immer so dolle. Aber wer das Genre mag, sieht auch hier darüber hinweg.

„The Dark Pictures Anthology: Man of Medan“ ist ein ungewöhnliches Spiel. Das Gameplay ist massiv eingeschränkt und zumeist ist der Spieler damit beschäftigt, Entscheidungen zu treffen, die den weiteren Verlauf der Geschichte mal mehr, mal weniger beeinflussen. Lässt man sich auf den interaktiven Film ein, bekommt man eine schöne Schauermär präsentiert, die gut zu unterhalten weiß und mit einigen bekannten Gesichtern unter den Schauspielern glänzt. Nicht nur Horror-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Auch an der Grafik und dem Sound gibt es nichts auszusetzen.