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„Madden NFL“ gehört ohne Zweifel zu den langlebigsten Spieleserien überhaupt. Seit 1988 wird jährlich ein neues Spiel veröffentlicht, immer noch benannt nach John Madden, einem amerikanischen Football-Coach. Und pünktlich im August, kurz vor Start der realen NFL-Saison, kommt das neue Spiel in die Regale. Und da nun seit zwei Ausgaben offenbar auch der berüchtigte Madden-Fluch endlich gebrochen wurde, kann es auch virtuell in die neue Saison gehen, nun auch auf den neuen Konsolen. Wir haben uns „Madden NFL 22“ auf der Playstation 5 angesehen.

Erstmals wurde in diesem Jahr spezielle Features angekündigt, die es nur auf den Konsolen PS5 und Xbox Series X geben wird. Dazu gehört der sogenannte Dynamische Spieltag sowie die Nutzung realer Spieler- und Teamdaten, damit die Footballer auf dem Bildschirm auch so agieren, wie es ihe realen Vorbilder in der Regel tun. In unserem Test beschränken wir uns auf die Neuerungen im Spiel, alles weitere sollte aus den Vorjahresversionen bekannt sein.

Also, was geht neues ab auf dem Spielfeld? Die Reaktionen der Zuschauer wurden ordentlich aufgewertet. Die Animationen sind deutlich verbessert worden und die Audience reagiert nun wie echte Fans auf das Geschehen auf dem Spielfeld. Und umgekehrt kann die Crowd auch Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen, denn wenn sie ihr Team lautstark anfeuern, gibt das den Spielern auf dem Platz einen kleinen Ausdauerschub, wie das im echten Sport manchmal auch der Fall ist. Tolle Sache.

Überhaupt macht das ganze Spielgeschehen einen viel lebendigeren Eindruck, etwa, wenn man einen Blick auf das wild gestikulierende Trainerteam wirft. Das ist zwar nur ein kleines Detail, bringt aber einen deutlichen Schub in der Atmosphäre und alles fühlt sich einfach noch echter an.

Dazu trägt aber auch die verbesserte KI der virtuellen Teamkollegen und der Gegner bei, die nun weitaus realistischere Aktionen ausführen, vor allem beim Spiel ohne Ball.

Wieder dabei ist der Franchise-Modus, in dem der Spieler sein Team führt, ob auf dem Spielfeld oder vom Büro aus, ist ihn überlassen. Denn hier kann man entscheiden, ob man als Coach, Team-Besitzer oder Spieler das Geschehen bestimmen möchte. Hier gibt es auch die besten Möglichkeiten, sein Team genau zu beobachten und immer wieder zu verbessern.

Und auch als Manager hat man nun mehr Möglichkeiten, Einfluss auf die Erfolge des Teams zu nehmen, etwa dadurch, dass die Angriffs- und Abwehr-Trainer verbessert werden und somit diese wiederum einzelne Spieler stärken. Hier wandelt sich die Sport- beinahe in eine reinrassige Managersimulation. Und man hat umfangreiche Möglichkeiten, alle Einzelheiten des Trainings anzupassen. Und bei jedem Spieler sind die Ergebnisse anders, da jeder hier andere Entscheidungen trifft, was das ganze Spiel noch einmal realistischer macht.

Freunde des Ultimate Team Modus kommen natürlich auch wieder auf ihre Kosten, dazu gesellen sich unzählige weitere Spielmodi.

Lohnt sich der Kauf von „Madden NFL 22“ wenn man die Vorjahresversion bereits hat? Definitv ja. Das Spiel hat ein umfangreiches Update erhalten, was es enorm verbessert. Es gibt mehr Möglichkeiten, ob als Spieler, Trainer oder Manager, die Zuschauerreaktionen sind atemberaubend und auch die KI wurde merklich verbessert, all das im ohnehin besten Football-Spiel, das jemals das Licht der Welt erblickt hat. Einfach großartig und nur noch schwer zu toppen. Da ist unsere Höchstwertung mehr als verdient.