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von Nina Schulz

Der im Jahr 2019 erschienene SciFi-Platformer „MO: Astray“ ist nun seit kurzem auch auf der Switch spielbar. Wer den von Archpray entwickelten 2D-Platformer noch nicht kennt bekommt hier eine kleine Zusammenfassung des Adventure Games.

Den Namen verdankt das Spiel seinem kleinen Hauptcharakter; einem niedlichem Schleim-Blob namens MO. Zu Anfang besitzt MO noch nicht sonderlich viele Eigenschaften und die einzige Möglichkeit sich fortzubewegen besteht daraus recht kläglich über den Boden zu robben, was sich jedoch recht schnell ändert und im Verlauf des Spiels bekommt man allerhand neue Skills dazu; vom klassischen Doppelsprung bis hin zu der Fähigkeit sich auf Gegner zu setzten und diese zu kontrollieren.

Mit diesem breitgefächerten Kit erkundet man eine kleine, postapokalyptische Welt, in der alle Menschen durch eine Gasexplosion mit einer seltsamen Krankheit infiziert wurden und sich nach und nach in abscheuliche Kreaturen verwandelt haben.

Hauptziel des Spiels ist es dem Ganzen lebend zu entkommen und auf dem Weg dahin herauszufinden wodurch diese Katastrophe ausgelöst wurde.

Die Welt von „MO: Astray“ ist schön und erschreckend zu gleich; Umgebung und Visuals sind für ein 2D Spiel detailreich und liebevoll gestaltet doch hin und wieder trifft man auch auf Szenen, die trotz des hübschen Pixelartstyles schlichtweg widerwärtig sind, womit MO: Astray seinem Ruf als Horror-Spiel alle Ehre macht.

Auch die Musik trägt positiv zur Weltall-Atmosphäre bei.

Geredet wird in „MO: Astray“ bis auf einen Seufzer hier und dort nicht wirklich, jedoch besitzt das Spiel einiges an Text, der zur Story beiträgt, wofür allerdings Englisch Kenntnisse vorausgesetzt sind, sofern man nicht gerade Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch beherrscht.

Viele Kampfsequenzen besitzt das Spiel außer einem gelegentlichen Sprung auf den Kopf eines Monsters um es zu kontrollieren oder seine Erinnerungen zu durchforsten nicht und auch die Bosskämpfe bestehen eher aus Rätseln, die es zu lösen gilt als einem tatsächlichen Kampf.

Der Schwierigkeitsgrad leidet jedoch keineswegs darunter; oft genug gelangt man an Punkte in denen man mehr als ein Mal stirbt und passt man nicht auf und spielt MO mit Bedacht entpuppt sich das Spiel schnell als eine frustrierende Erfahrung.

Die Respawnzeiten sind jedoch kurz gehalten und selten stirbt man durch etwas anderes als seine eigenen Missgeschicke. 

Auf der Nintendo Switch läuft der Platformer flüssig, ohne Einbrüche oder sonstige Bugs und auch die Steuerung ist sehr simpel und selbsterklärend gehalten.

Bosskämpfe und Rätsel können an manchen Stellen frustrierend sein und brauchen hin und wieder mehr als nur einen Anlauf um gelöst zu werden, sind aber größtenteils sehr intuitiv, was das Spiel sehr angenehm zu spielen macht.

Als kleinen Bonus gibt es auf der Nintendo Konsole die Möglichkeit MO in zwei neuen Spielmodi zu genießen.

Fans von „Celeste“ sollten „MO: Astray“ definitiv eine Chance geben und auch alle anderen, die auf der Suche nach etwas Neuem sind, machen hiermit nichts falsch.