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Wer an Electronic Arts denkt, dem kommen Spiele wie Fifa, NHL, UFC oder Battlefield in den Sinn. Aber es geht auch eine Nummer kleiner, denn EA hat auch seine Originals Reihe. Und da werden Spiele von Independent Studios veröffentlicht. Zuletzt hatte man da mit „It takes two“ ein wunderbares Koop-Spiel im Programm, nun ist mit „Lost in Random“ das nächste Spiel der Originals erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen.

Wir befinden uns im Königreich Random, und das wird von einer unbarmherzigen Königin regiert. Und hier ist der Name des Reiches Programm, Random heißt ja Zufall und so liegt auch das Leben der Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand des Zufalls. Alles wird hier per Würfelwurf entschieden, wo man lebt, ob man ein trauriges Dasein fristet oder ein tolles Leben führt. Sechstopia beispielsweise wirkt wie ein wahres Paradies. Einsfelden dagegen ist düster, die Bewohner sind die Außenseiter der Unterschicht von Random.

Und dort leben die beiden Schwestern Odd und Even und sind trotzdem nicht unglücklich, sondern machen das beste aus der Situation. Als Odd jedoch zwölf Jahre alt wird, muss sie den Schicksalswürfel in Bewegung setzen, um ihr weiteres Leben und ihr Schicksal zu bestimmen, und sie würfelt eine Sechs. Das bedeutet, dass sie fortan in Sechstopia leben muss, getrennt von ihrer geliebten Schwester.

Even hat eine Vision, die sie nicht mehr loslässt und sie glaubt, dass ihre Schwester dringend Hilfe braucht. Also macht sie sich auf den Weg nach Sechstopia, um sie wiederzusehen. Even ist mit einer Steinschleuder bewaffnet und kann damit aus Statuen schießen, was ihr ein paar Münzen einbringt. Dann trifft sie auf Dicey, einen ebenso putzigen wie eigenwilligen Würfel, der ihr fortan zur Seite steht. Denn auch die Kämpfe laufen hier nicht ohne Würfel ab.

Kommt es zum Kampf, kommt zunächst die Schleuder zum Einsatz. Treffer damit lassen Würfelkristalle entstehen, die Dicey aufladen. Hat er genug Energie, kann die Zeit eingefroren werden und  Karten lassen sich einsetzen, die wiederum Waffen herbeizaubern. Welche Waffe eingesetzt werden kann, bestimmt der Wurf mit dem Würfel.

Über verdiente Münzen kommt man an weitere Karten und kann sich so nach und nach ein mächtiges Deck aufbauen. Aber nicht nur Waffen einplanen, auch Heilzauber sind unentbehrlich. Durch das Zusammenstellen der Decks hat der Spieler viele taktische Variationen zur Verfügung wenn genug Auswahl an Karten vorhanden ist.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Optik von „Lost in Random“ eine Wucht ist. Die düstere Märchenwelt sieht wunderschön aus. Auch am Sound gibt es nichts auszusetzen. Die Steuerung geht gut von der Hand. Die Geschichte ist einfach klasse und bringt viel frischen Wind und neue Ideen mit. Das Kampfsystem hat mir besonders gut gefallen, die Mischung aus Deckbuilding und Würfelspiel passt hier perfekt. „Fe“ vom Entwicklerstudio Zoink! hat schon viel Spaß gemacht, aber mit „Lost in Random“ haben sie nochmal eine gewaltige Schippe draufgelegt. Großartiges Spiel.