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Nach 8 Jahren kehrt eines der beliebteste Point & Click Adventures auf den Markt zurück. 

 

 

„Harveys neue Augen“, die erfolgreiche Fortsetzung von „Edna bricht aus“, ist nun seit einigen Tagen auf der Switch und anderen Konsolen wie Xbox One und PlayStation 4 Pro verfügbar!

 

 

In „Harveys neue Augen“ spielen wir die kleine, schüchterne Klosterschülerin Lilli, die mindestens genauso niedlich und durchgedreht ist wie Edna, die taucht übrigens auch im Spiel als Lillis wohl einzige Freundin auf, ist jedoch dieses Mal nicht unsere Hauptrolle und bringt uns auch nur zusätzlichen Ärger ein. 

 

 

Der Alltag im Kloster ist nicht allzu einfach für unsere kleine Heldin, sie ist unbeliebt bei den Mitschülern und auch die Leitung des Klosters scheint sie ordentlich auf dem Kicker zu haben. Egal wie sehr sie sich bemüht die teilweise sehr ungerechten Aufgaben, die ihr aufgetragen werden zu erfüllen läuft wirklich nichts für sie, wie es soll. So taucht zum Beispiel ein weiterer bekannter Charakter aus dem Vorgänger auf: Dr. Marcel.

 

 

Der Doktor besucht das Kloster um die etwas frecheren Schüler ein wenig auszubremsen, Edna erfährt hiervon natürlich auch und so nimmt das Drama seinen Lauf und die arme Lilli darf ihr alles hinterherräumen um ihre Anwesenheit im Kloster zu vertuschen.

 

 

Nachdem wir uns durch einige Kapitel des Spiels durchgerätselt haben fangen an Mitschüler einfach so aus dem Kloster zu verschwinden und einige andere ihr unerklärliche Dinge passieren bis es Lilli und Edna zu Kopf steigt und sie beide beschließen aus ihrer gewohnten Umgebung zu fliehen. Doch auch das läuft wieder nicht so wie es geplant war und Dr. Marcel kommt ihnen in die Quere mit einem teuflischen und dennoch süßem Werkzeug, das noch mehr Probleme mit sich bringt: Ednas blauen Plüschhasen Harvey, dem das Spiel aus gutem Grund auch seinen Namen verdankt, da dieser die ganze Welt unserer sonst so adretten Klosterschülerin auf den Kopf stellt. 

 

 

Das Spiel lässt sich wunderbar spielen und glänzt vor Kreativität und Vielfalt, der niedliche, alberne Zeichenstil macht sich hervorragend auf der Nintendo Switch, die etwas abstrakte Musikbegleitung ist klasse und der düstere Humor ist eine sehr schöne Abwechslung zu allem, was man sonst so bekommt, auch der Erzähler Götz Otto verpasst keine Gelegenheit den Spieler mit trockenen Kommentaren zum Schmunzeln zu bringen. 

 

 

Interaktionen mit Charakteren sind gut vertont und tragen ebenfalls sehr zum Spielspaß bei.

 

 

Doch einen Großteil seiner Komik zieht das Spiel aus den vielen Situationen und kleinen Szenen zwischen unseren zahlreichen und abwechslungsreichen Rätseln, die nebenbei gesagt nicht all zu leicht gemacht sind und vor allem bei Anfängern von Point & Click Adventures manchmal die grauen Zellen ein wenig dampfen lässt. 

 

 

Einen kleinen Haken gibt es bei dem Abenteuer dennoch: Die Umsetzung auf der Nintendo Switch. Die Steuerung ist zu Anfang mehr als nur gewöhnungsbedürftig und der Touchscreen ist leider nicht verwendbar obwohl dieses Spiel hervorragend dafür ausgelegt sein könnte. 

 

 

Es gab zwar keine spielerischen Bugs dennoch sind mir des Öfteren kleine Soundfehler aufgefallen und auch im Handheld-Modus der Switch hing sich das Spiel bei mir mehrere Male auf. An sich ist dies sehr schade aber die Qualität des Spiels gleicht diese kleinen Fehler definitiv aus und hat meinen Spielspaß nicht gemindert. 

 

 

Für Fans von Point & Click Adventures definitiv ein absolutes Muss!