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Mit Harvest Moon – Licht der Hoffnung erschien im Juni diesen Jahres ein weiterer, sehr beliebter Klassiker für die kompakte Nintendo Konsole (außerdem auch für PC & PS4 zu haben) und auf den ersten Blick wirkt alles wie gewohnt: Zu Beginn des Spiels kann man sich zwischen dem männlichen und weiblichen Spielcharakter entscheiden, der dann in die bunte Welt des Bauernhofs eintauchen darf.

Anfänglich ist es jedoch alles andere als bunt, denn die Geschichte beginnt damit, dass wir in einem schweren Sturm verletzt und ohnmächtig vor einem Leuchtturm liegen. Glücklicher Weise findet uns die liebenswerte Holly und sorgt sich um uns. Holly erzählt daraufhin ein wenig über sich und das kleine Leuchtdorf in dem wir uns befinden, der Name kommt natürlich von dem riesigen Leuchtturm, vor dem wir zu Beginn lagen.

In Leuchtdorf ist jedoch tote Hose und nicht ein Mal der große Turm, dem das Dorf seinen Namen verdankt funktioniert noch. Nach der kurzen Leidensgeschichte des Dorfes entscheidet sich unser Charakter natürlich dort zu bleiben und kriegt von Holly den örtlichen Hof zugewiesen.

Der Hof besteht aus einem winzigen Häuschen, einem Brunnen und einem wirklich beachtlichen Stück Land und hier geht das Spiel dann auch in die Erklärungsphase über, die Holly auch weiterhin übernimmt. Sie überreicht uns ein Werkzeug und ein paar generelle, erste Dinge, die wir zum Start gut gebrauchen können, denn es gibt viel zu tun!

Unsere Aufgabe ist es nun, die Insel wieder ins Leben zurückzurufen, das heißt für uns kurz und knapp: Reparieren/Bauen, Anpflanzen & Handel betreiben! Wer Harvest Moon bereits kennt weiß auch wie das ganze System ungefähr funktioniert.

Es muss täglich gegossen werden, Ernte kann verkauft werden und mit der Zeit schaltet man immer mehr Dinge frei, so gibt es später zum Beispiel auch noch andere Methoden an Geld heranzukommen wie Blumen zu sammeln, Angeln zu gehen, Viehzucht oder der harte Knochenjob in der Mine.

Freischalten kann man dies und noch ein paar Dinge mehr in dem man das Dorf wieder aufbaut. Reparaturen entpuppen sich als simpel, denn das Haus muss lediglich begutachtet werden, um die Kosten und das Material zu ermitteln. Anfangs empfiehlt es sich natürlich Häuser zu nehmen für die man von beidem wenig braucht.

Um Materialien abbauen zu können braucht man jedoch noch ein paar mehr Werkzeuge, diese erhält man neben Gold und Samen durch Quests von den verbliebenden Bewohnern. Je mehr man das Dorf wieder in neuem Glanz erstrahlen lässt, desto mehr erwacht auch das Spiel zum Leben, denn neben zusätzlichen Aufgaben, kommen auch mehr Bewohner und Tiere hinzu.

So weit so gut, alles wie gehabt. Eine kleine, neuere Überraschung gibt es auch, und zwar einen Koop-Modus! Denn im Laufe des Spiels bekommt man einen kleinen Helfer, welcher durch tägliches Berühren eines Kristalles zum Leben erweckt wird, dieser kleine Freund kann von einem Mitspieler gesteuert werden, er kann alles tun, was der normale auch Spieler tun kann, mit dem Unterschied sich zu weit vom Hauptspieler zu entfernen, da er sonst zurückgeportet wird.

Gesteuert wird das Ganze über einen separaten Controller oder (im Falle der Switch) die einzelnen Joycons. Hat man jedoch keinen Mitspieler, kann man auch beide Charaktere steuern, was sich jedoch als ein wenig schwerfällig herausstellt.

Neben dem Koop Modus gibt es außerdem noch neben den normalen Alltags Aufgaben ab und an Feste im Dorf in Form von Kochwettbewerben oder Hunderennen, jedoch erst im späteren Verlauf sobald das Dorf wieder in seiner vollen Blüte ist.

Zusammengefasst, ist das Spiel sehr umfangreich und für altbackene Harvest Moon Fans definitiv eine tolle Ergänzung für die Nintendo Konsole. Es gibt im Laufe der Hauptstory immer wieder etwas neues freizuschalten, was das Spiel wert macht durchgespielt zu werden. Die täglichen Aufgaben, die Aussicht darauf einen der Dorfbewohner zu heiraten und sogar einen kleinen Hund adoptieren zu können, halten den Spieler definitiv motiviert. Die Grafik ist simpel gehalten, was aber auch deutlich mehr zu Harvest Moon passt und den Spieler ein wenig nostalgisch werden lässt, definitiv besser, als wenn man eine zu hochgestochene Grafik hätte und das Spiel nicht mehr flüssig läuft. Auch der Soundtrack und generell die Soundeffekte passen immer hervorragend zum Spiel und schaffen eine großartige Atmosphäre. Das Spiel läuft auf der Switch soweit es geht fehlerfrei und ist hin und wieder lediglich von einigen, längeren Ladezeiten geprägt.
Einen Minuspunkt gibt es jedoch für die etwas kurzgeratene (trotzdem sehr niedliche) Story, die spärliche Anzahl an Tieren und auch die relativ kleine Map, ansonsten aber definitiv eine Kaufempfehlung!