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Aus dem Hause Spiders stammt das Action-RPG „GreedFall“, das vor Kurzem von Focus Home Interactive für Xbox One, PS4 und PC veröffentlicht wurde. Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt im 17. Jahrhundert. Ein kolonialer Trupp verschiedener Nationen landet auf einer Insel, um diese zu erobern und zu besiedeln. Der Spieler übernimmt die Rolle eines neutralen Menschen, der sich entweder mit den Kolonialisten oder den einheimischen Eingeborenen verbünden kann. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Die Einheimischen haben allerdings auch Hilde von magischen Wesen. Daneben muss Hilfe gegen eine Krankheit gefunden werden, die die ganze Insel befallen hat. Wie sich auch der Spieler entscheidet, es hat Einfluss auf den Verlauf der Story und das Verhältnis der Nationen untereinander. Und da läuft auch schon die ein oder andere Intrige und der Spieler kann versuchen, alles ein wenig im Gleichgewicht zu halten. Auch die verschiedenen Religionen spielen eine Rolle.

Die Vermittlung zwischen den verschiedenen Fraktionen nimmt eine Menge Zeit in Anspruch und ist gar nicht so einfach. Dabei ist der Spieler wesentlich auf sich selbst gestellt und kann jede Aufgabe nach seinem Gusto angehen. Mal Diplomatie, mal offener Kampf. Es gibt immer eine beeindruckende Auswahl an möglichen Lösungswegen. Und jede Entscheidung hat direkt sichtbare Konsequenzen.

Durch erfolgreiches Lösen von Aufgaben gibt es, wie in nahezu jedem Rollenspiel, Erfahrungspunkte. Damit lassen sich die verschiedensten Skills steigern. Ist etwa der Level „Charme“ ziemlich hoch, fällt die Diplomatier deutlich leichter, weil man sein Gegenüber schneller um den kleinen Finger wickeln kann. Was wiederum neue Möglichkeiten ergibt.
Gerade am Anfang ist es ohnehin ratsam, Kämpfen aus dem Weg zu gehen, da man im Level zu niedrig ist, um überhaupt eine Chance zu haben. Und so bleibt einem zunächst kaum etwas anderes übrig, als sich in Diplomatie zu üben, um nicht ständig den virtuellen Löffel abgeben zu müssen.

Und schließlich gibt es auch sonst genug zu tun, immerhin gibt es eine ganze Insel zu entdecken und zu erforschen. Da ist man schon ziemlich lange unterwegs, denn zu Beginn steht marschieren an, Schnellreisepunkte werden erst später freigeschaltet.

„Greedfall“ ist ein Oldschool-Rollenspiel mit gemächlichem Erzähltempo. Lässt man sich darauf ein und ist nicht nur auf Kämpfe aus, bekommt man ein wunderbaren Genre-Vertreter mit einer tollen Story, interessanten Orten und unheimlich viel zu erkunden und zu entdecken. Die Grafik schaut klasse aus und auch am Sound gibt es nichts auszusetzen. Dabei läuft das Spiel zu jeder Zeit flüssig. Die Steuerung ist ruck zuck verinnerlicht und auch die Skill-Menüs sind einfach zu bedienen. Ich kann euch „Greedfall“ nur empfehlen. Falls ihr auch nur ansatzweise auf Rollenspiele steht, werdet ihr euren Spaß mit dem Spiel haben.