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Wikinger sind derzeit voll im Trend, ob in Filmen, TV-Serien oder auch in Videospielen. Deep Silver schickt mit „Gods will fall“ ein weiteres Game um die Nordmänner ins Rennen. Das Spiel kommt als Mischung aus Hack'n'Slay und Rogue-Lite Spiel daher. Wir haben uns „Gods will fall“ auf der Xbox One angsehen.

Der Spieler übernimmt hier die Kontrolle von acht Wikingern, die am Strand einer Insel gelandet sind. Dort machen sie sich auch gleich fertig für den Kampf, denn hier soll es nicht nur einem, sondern gleich zehn Göttern ans Fell gehen. Auffällig ist gleich die Cel-Shading-Grafik, die schon auf der Xbox 360 betagt gewirkt hätte. Aber da Grafik ja nicht alles ist, geht es weiter. Wir wählen unseren ersten Nordmann und ziehen mit ihm ins erste Dungeon.

Hier geht probieren über studieren, denn ich weiß weder, was in den zur Auswahl stehenden Dungeons abgeht, noch welche besonderen Eigenschaften meine Mannschaft hat. Doch da ist die Erkundung der Höhle auch schon vorbei, denn unser tapferer Wikinger wird sogleich von einer Gegnerhorde überrollt, da hilft dann auch keine Heilung mehr. Aber an der Tafel in Walhalla soll es ja auch ganz nett sein.

Hier war es wohl Pech, denn der Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Dungeons wird bei jedem Spielstart per Zufall bestimmt. Nun, eigentlich könnte man aus dem Tod im Dungeon lernen und es beim nächsten Mal anders angehen, allerdings spielt sich jeder der weiteren sieben Nordmänner und -frauen komplett anders. Und so bleibt es beim Zufall, ob man einen Dungeon überlebt oder chancenlos stirbt.

Haben alle acht das Zeitliche gesegnet, geht es von vorn los, mit neu ausgewürfeltem Schwierigkeitsgrad bei jedem Dungeon. Die Kämpfe aus der Vogelperspektive machen allerdings auch Spaß, die Bosse setzen ein gewisses Mass an Taktik voraus, die erst mal ausgeklügelt werden muss. Was nicht so einfach ist. Probiert man einen Dungeon erneut, sind alle Gegner wieder gespawnt und der Anblick eines vorher getöteten Kameraden schlägt dem nächsten Wikinger entweder aufs Gemüt oder macht ihn richtig sauer, was in geschrumpften oder gesteigerten Gesundheitswerten resultiert.

Eigentlich ist „Gods will fall“ eine spassige Wikinger-Schnetzelei, mit abwechslungsreichen Dungeons und acht Kämpfern mit unterschiedlichen Eigenschaften. Allerdings wird es mit dem Zufallsprinzip hier ein wenig übertrieben, was oftmals in Frust ausartet. Die Grafik wirkt altbacken, der Sound ist in Ordnung. An der prima Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Hier wäre trotzdem sicher mehr drin gewesen und einiges an Potenzial verschenkt.