Nextgengamersnet
Games,  Movies and more
 
 
 

Bereits seit nunmehr neunzehn Jahren gibt es die Computerspielserie „Ghost Recon“ von Ubisoft. Die Reihe dreht sich um die fiktive Spezialeinheit Ghosts und gehört zu den Taktik-Shootern. Die Spiele, die Idee dazu stammt vom Bestseller-Autor Tom Clancy, erinnern dabei an die Rainbow-Six-Serie vom gleichen Entwickler. Im Jahr 2015 wurde beim Teil „Ghost Recon: Wildlands“ erstmals eine offene Spielwelt integriert. Das gleiche gilt für „Ghost Recon: Breakpoint“, das im vergangenen Oktober für Xbox One, PS4, PC und vor kurzem auch für Google Stadia erschienen ist. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Im DLC zum Vorgänger Wildlands wurde uns die Hauptfigur Nomad, ein Mitglied der Ghosts, bereits vorgestellt. Den steuert man nun auch in „Breakpoint“. Schauplatz ist die Pazifikinsel Auroa, auf der man versuchen muss, die Kontrolle über das Eiland zurückzugewinnen. Doch was ist passiert? Auroa ist der Sitz von Skell Tech, einem philantropischen Unternehmen, dass es sich zur Agenda gemacht hat, die Welt zu verbessern. Eines Tages ist jedoch der komplette Kontakt zur Insel abgebrochen, zudem ist vor der Küste unter mysteriösen Umständen ein amerikanisches Schiff gesunken. Daraufhin wurden die Ghosts losgeschickt.

Und der Einsatz gerät schon zu Beginn zu einem völligen Desaster. Die Hubschrauber mit den Ghosts werden direkt beim Anflug auf die Insel abgeschossen, fast alle Ghosts verlieren ihr Leben. Nur Nomad überlebt und muss schmerzlich erfahren, dass ein alter Bekannter die Truppe verraten hat, Cole Walker.

Erste Aufgabe ist nun, herauszufinden, was auf Auroa überhaupt passiert ist. Dabei durchkämmt der Spieler mit Nomad in der offenen Welt verschiedene Klimazonen, von malerischen Stränden, die man sonst eher von Ansichtskarten kennt, über mit Schnee bedeckten Berghängen und trockener Stepp bis zum dichten Dschungel. Doch auch außerhalb der Hauptaufgabe gibt es genug zu tun. Es gibt einige Fraktionen auf der Insel, die Aufgaben für Nomad haben. Durch das Erfüllen eben dieser verbessert man die Beziehung und kann auf Hilfe hoffen.

Da gibt es einmal die Angestellten von Skell Tech, dann eine Gruppe von Aussiedlern, sie es zur Insel gezogen hat und die geheimnisvollen Outcast. So muss man manchmal Kontakt zu bestimmten Personen aufnehmen oder verschiedene Ressourcen besorgen. Es gibt genug zu tun. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, denn auf der Insel wimmelt es nur so vor feindlichen Soldaten. Und die kann man mit dem Einsatz seiner Waffen ausschalten, oder man nutzt seine Drohne, um einen möglichst lautlosen Weg zu finden, die Gegner zu umgehen.

Das kann man ganz alleine machen, oder aber im Team, wobei hier verschiedene Klassen wie Sniper oder Panther, eine Art Meister der Tarnung, zur Auswahl stehen. Über Xbox Live kann man sich dann mit seinem Team abstimmen und hat mehr taktische Möglichkeiten zur Verfügung, als wenn man allein spielt.

Im Laufe des Spiels baut man seine Waffen um, verbessert seine Skills und bekommt bessere Ausrüstung.

„Ghost Recon: Breakpoint“ ist ein solider Taktik-Shooter, der vor allem im Team Spaß macht. Aber einige Patzer enthält das Spiel leider auch. So wirkt die Insel ungewöhnlich leer, die Effekte von Ausrüstung und Waffen sind in vielen Fällen kaum nachzuvollziehen und auch die Mikrotransaktionen mit echtem Geld stossen sauer auf. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt ein ordentliches Spiel, das mit den Topgames der Reihe aber leider fast nur noch den Titel gemeinsam hat. Nicht auszusetzen gibt es an der eingängigen Steuerung, der schönen Grafik und dem tollen Sound.