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Wir leben in einer globalen Pandemie, Fitness-Studios sind geschlossen, Amateursport ist zur Zeit nicht möglich und immer nur allein durch den Wald zu joggen ist auch nicht gerade abwechslungsreich. Im Laufe der Jahre hat Nintendo immer wieder für sportliche Alternativen gesorgt, die man im heimischen Wohnzimmer ausüben kann. Neu dazu gesellt hat sich nun „Fitness Boxing 2 – Rhythm and Exercise. Wir haben ein paar Trainingsrunden absolviert.

Schon der Start des Spiels kann punkten, denn statt gleich richtig loszulegen steht erstmal Stretching auf dem Programm. Das wärmt auf und bereitet vor allem die Muskulatur auf das kommende Training vor und beugt somit Verletzungen vor.

Dann stehen die Grundlagen des Boxtraining auf dem Programm, die aus der richtigen Grundstellung besteht. Da ist zum einen die Stellung der Beine wichtig, um immer Kontrolle über das Gleichgewicht zu halten, und gleichzeitig mit den Händen und Armen sowohl den Kopf als auch einen Teil des Körpers zu schützen.

Nun kann der Spieler ein paar persönliche Daten wie Größe, Gewicht und Alter angeben, was hilfreich ist, um zu sehen, wie sich das Training auswirkt. Per vierstelligem Code lassen sich diese Daten vor anderen Augen schützen. Nun ist es Zeit für unseren Coach, der sich optisch anpassen lässt, denn unsere Trainerin zeigt uns, was zu tun ist.

Trainiert wird im Takt der Musik, im Rhythmus müssen die passenden Schläge ausgeführt werden. Je genauer man diese ausführt, um so besser wird die Bewertung. Zunächst geht es mit linken und rechten Jabs los, später kommen auch härtere Schläge wie Haken oder Uppercuts dazu. War man gut genug, gibt es Tickets zur Belohnung. Damit lässt sich unser Coach mit neuen Frisuren oder Klamotten pimpen.

Es gibt einige bekannte Songs, sowie Originalstücke im Soundtrack des Spiels. Aber warum wurden hier Remixe genommen? Und warum muss ich bei einer Trainingseinheit, die gern mal zehn Minuten dauert, immer den gleichen Song hören? Naja, die Musik ist halt da, um die Schläge in einem bestimmten Rhythmus auszuführen, ganz ohne würde es auch gehen und man hört dazu die Musik, die man möchte.

Auch ein Zweispielermodus hat es ins Spiel geschafft und dafür benötigt man noch nicht einmal einen zweiten Satz Controller, da man sich diesen hier einfach teilt. Nicht ganz ideal, aber eine feine Sache, da die meisten wohl eher nur ein paar JoyCons daheim haben.

Es ist schon lange her, aber ich habe mal geboxt und kann somit die Qualität des Trainings im Spiel einigermaßen gut beurteilen und komme durchweg zu einem positiven Ergebnis. Die Grundlagen des Boxsport werden gut vermittelt und das Training ist durchaus anspruchsvoll. Die Musikauswahl ist zwar nicht ideal, aber noch in Ordnung. Klar, es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man Schläge im Stile einer Schattenboxübung ausführt oder etwa gegen einen Sandsack. Aber wer ein wenig mehr machen will, kann beim Training Gewichtsmanschetten an den Handgelenken tragen. Alles in allem ist „Fitness Boxing 2“ vor allem in diesen Zeiten eine prima Alternative für ein Workout daheim.