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Erneut Hamilton oder Verstappen? Die diesjährige Formel 1 Saison hat mal wieder einen echten Zweikampf zu bieten, der hart und manchmal auch nicht so ganz fair geführt wird. Und auch beim offiziellen Videospiel zur Saison hat sich einiges getan, denn nun ist auch Electronic Arts mit an Bord, das Spiel selbst wird weiterhin bei Codemasters entwickelt. Ob sich der Einfluss des Videospiel-Giganten bemerkbar macht? Wir haben uns das Spiel auf der Xbox Seres X angesehen.

Auf den ersten Blick, alles wie gehabt. Teams und Fahrer sind aktualisiert worden, die Grafik noch einen Tick verbessert und es gibt einige Neuerungen im Gameplay. Wer befürchtet hatte, EA würde das beliebte Konzept von Codemasters durcheinanderbringen, kann aufatmen.

Wie gewohnt, eignet sich auch die diesjährige Variante von F1 sowohl für Profis, die jede Einstellung des Autos selbst vornehmen wollen, als auch für Anfänger, bei denen durch die verschiedensten Fahrhilfen ebenfalls keinerlei Frust aufkommen dürfte. Wie gehabt lässt sich das Spiel mit dem Controller der Konsole ebenso spielen, wie mit Lenkrad und Pedalen.

Einen Wermutstropfen gilt es allerdings zu schlucken, die historischen Rennen wurden aus dem Spiel gestrichen, schade. Dafür gibt es wieder eine kooperative Online-Karriere und unter Breakpoint findet man nun die Einzelspielerkarriere mit Story.

In letzterer übernimmt der Spieler die Rolle des Nachwuchsfahrers Aiden Jackson, der bei einem von fünf kleineren Teams einen Vertrag unterschreibt. Jackson hat gerade die Formel 2 beendet und startet nun erstmals in der höchsten Motorsportklasse. Doch die junge Karriere ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Der Teamkollege kann Aiden nicht leiden, da er keine Konkurrenz möchte und ein ehemaliger F2-Konkurrent, der ebenfalls nun in der Formel 1 startet, sorgt ebenfalls für Unruhe.

Der Rest besteht fast ausschließlich aus Rennabschnitten, die gefahren werden, dann wird telefoniert, mal mit dem Teamchef oder der Family und dann geht es von vorn los. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Modus sicher nicht geschadet.

Alles andere ist wie gewohnt äußerst hochklassig. Der Spieler kann bei seinem Lieblingsteam fahren oder gründet unter My Team einfach sein eigenes. Dazu gibt es ein Hauptquartier, in dem das Fahrzeug weiterentwickelt wird, Interviews abgespult werden und so einiges mehr. Es gibt auch die Möglichkeit, zunächst in der Fomel 2 zu starten und sich den Weg in die F1 erst zu verdienen.

Die Steuerung gefällt mir einen Tick besser, ansonsten sind beim Gameplay selbst kaum Änderungen festzustellen, was auch ehrlich gesagt gar nicht nötig war, denn schon im letzten Jahr gab es hier keinen Grund zum Meckern. Wie gewohnt nutzen Anfänger verschiedene Fahrhilfen, während echte Profis alles abschalten, die Gänge manuell steuern und auch das ERS selbst aktivieren. Dazu gibt es umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten beim Boliden.

Die Rennen selbst sind spektakulär, werden wie im TV präsentiert und es entwickeln sich echte Fights um die Podiumsplätze. Und auch die KI scheint dazugelernt zu haben. Überrundet man etwa einen Fahrer, macht der in der Regel brav Platz, wie es die Statuten vorschreiben. Es gibt auch wieder Boxenfunk, der sich allerdings exakt so anhört wie im vergangenen Jahr, da wäre mal ein Update wünschenswert.

Gibt es Mikrotransaktionen? Leider ja. Aber für die gibt es nur den sogenannten Podium-Pass, der kosmetische Gegenstände, neue Lackierungen oder auch Gesten freischaltet. Nichts, was Einfluss auf das Spielgeschehen hätte.

Die Königsklasse bei den Rennspielen ist ab sofort bei EA zu finden. Das Spiel macht unglaublich viel Spaß. Die Verbesserungen sind durch die Bank gelungen. Grafisch gibt es am Game nichts auszusetzen. Beim Sound, besonders bei den Funksprüchen gibt es noch ein wenig Luft nach oben. Was auch für die Solokarriere Breakpoint gilt, hier wäre mehr Abwechslung wünschenswert. Die umfangreichen Online-Modi und die fantastischen Rennen entschädigen allerdings dafür. „F1 2021“ gehört zu den besten Rennspielen, die derzeit zu haben sind.