Nextgengamersnet
Games,  Movies and more
 
 
 

Nicht nur „Cyberpunk 2077“ hat das Titel gebende Genre erweitert, es geht auch eine Nummer kleiner, etwa mit „Disjunction“, das vom Studio Ape Tribe Games entwickelt wurde. Seit Ende letzte Monats zu haben bietet das Spiel eine Zukunftsvision in Retro-Optik. Wir haben uns „Disjunction“ auf der Xbox One angesehen.

Frank ist ein Privatdetektiv im New York des Jahres 2048. Als ein Beamter des NYPD ermordet wird, soll er Licht ins Dunkel bringen, denn geht man nach den Gerüchten, wurde der Cop von einem einflussreichen Bürger von Central City gemeuchelt. Central City ist eine eigenständige Enklave mitten im Central Park, hier braucht man schon das nötige Kleingeld. Nach und nach wird Frank in einen Fall voller Intrigen gezogen.

Schaut man sich das New York im Spiel an, kommt man zu dem Schluss, dass es 2048 tatsächlich so aussehen könnte, wenn die Menschheit so weiter macht. Und „Disjunction“ spart auch nicht an Gesellschaftskritik, vor allem wenn Frank Hinweise auf unsere Gegenwart findet, die die Zustände im Jahr 2048 erklären.

Unser Detektiv wird aus der Vogelperspektive durch pixelige Levels gesteuert, die eine schöne Cyberpunk-Atmosphäre aufkommen lassen. Der Spieler bewegt Frank durch eine Ansammlung von Räumen bis zum Ausgang und dann geht das ganze im Prinzip auf einer anderen Ebene von vorne los. Dabei hat der Spieler die Wahl, durch die Räume zu schleichen, sich die Routen der Wachen einzuprägen und sie so zu umgehen oder einfach drauflos zu ballern. Beide Varianten spielen sich prima und machen Laune.

Verliert Frank sein Leben, geht es zurück zum letzten Checkpoint. Und der ist pro Ebene nur einmal vorhanden, per Uplink-Platte. Und die darf auf jeder Ebene auch nur einmal aktiviert werden. Und so steht der Spieler auf jeder Ebene vor der Wahl, das Spiel gleich zu speichern, oder lieber Munition und Gesundheit aufzufüllen und dann erst den Checkpoint zu setzen, immer mit dem Risiko, beim Ableben eine Ebene zurückgestuft zu werden.

Die Steuerung geht gut von der Hand und sämtliche Buttons des Controllers lassen sich ganz nach Wunsch belegen. Komfortabler geht es kaum. Im Laufe des Spiels bekomme Frank auch noch zwei Mitstreiter dazu, so dass eine kleine RPG-Party entsteht, in der jeder seine speziellen Eigenschaften hat.

Mir gefällt die Retro-Optik von „Disjunction“ richtig gut und auch der Sound, vor allem die Musik hat mir gut gefallen und sorgt mit für die passende Atmosphäre. Die Geschichte ist spannend, die Gesellschaftskritik nicht zu übersehen und es macht Spaß, immer mehr von der Verschwörung aufzudecken. Die Wahl zwischen Stealth- und Rambo-Spielweise ist klasse und die Lösung mit den Speicherpunkten prima. Schönes Spiel, das ich gern weiterempfehle.