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von Nina Schulz


Schon im vergangenen Jahr kam Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise, ein merkwürdiger und doch zugleich charmanter Horrortitel auf die beliebte Nintendo Konsole. Nun steht das Spiel auch in Deutschland in den Läden.

Wer erfahren möchte ob der Switch Exklusivtitel etwas taugt und die Geschichte des FBI-Agenten Francis York Morgan es wert ist gespielt zu werden darf also gern weiterlesen!

Die kleine, offene Spielwelt, Ballereien gegen Untote und eine tiefgründige Story klingen natürlich erstmal sehr vielversprechend für einen Horror-Krimi, das Spiel selbst wirkt auf den ersten Blick jedoch erstmal weniger beeindruckend.
Grafik- und Leistungstechnisch hat das Spiel nicht viel zu bieten, ständig hat man mit FPS Einbrüchen in der offenen Welt zu kämpfen, die Ladezeiten sind deutlich zu lang und auch Gespräche werden von Soundbugs durchzogen, auch Charakteranimationen wirken sehr lieblos und hingeklatscht.
Die Steuerung ist ebenfalls nicht von besten Eltern und manche Features wie zum Beispiel das Upgrade-System fühlen sich einfach falsch an.
Dennoch lohnt es sich zwei Mal zu überlegen ob man sich den Titel auf sein Switch System holt oder nicht.

Die Geschichte ist interessant und holt wieder einige Pluspunkte für Deadly Premonition 2 rein.
Diese handelt von einem brutalen Mord in „Greenvale“, einer kleinen Stadt in Amerika unser Hauptcharakter FBI-Agent Francis York Morgan ermittelt in diesem Fall.
Im Verlauf des Spiels wird aus einem vergleichsweise kleinen Mord eine packende Story mit vielseitigen Charakteren, coolen Dialogen und zahlreichen Filmanspielungen, denn York ist ein großer Filmfan und das kommt auch mehr als nur einmal zur Sprache.
Grundsätzlich spielt man jedoch nicht nur den schrulligen Francis, sondern man verbringt auch ein wenig Zeit in der Rolle der FBI-Spezialagentin Aaliyah Davis, die zusammen mit ihrem eher unbeholfenen Partner den mittlerweile alten Francis York Morgan im Jahre 2019 in seiner Wohnung verhört.
Wer 2013 schon Deadly Premonition  – Directors Cut gespielt hat wird sich freuen einige Anspielungen in dem neuen Teil zu sehen, Vorwissen ist jedoch nicht notwendig um das Spiel in vollen Zügen zu genießen.

Neben der Story liefert das Spiel außerdem eine interessante, wenn auch kleine Welt, die man auf einem Skateboard bereist während man die Massen an Aufgaben für den FBI-Agenten bewältigt.
Natürlich kann die Open-World hier nicht ansatzweise mit anderen Spielen mithalten und wirkt vergleichsweise ausgestorben, doch jeder Ort, an dem sich ein Teil der Story abspielt, hat auch etwas, das es zu entdecken gibt, wie zum Beispiel eine kuriose Persönlichkeit oder mysteriöse Gegenstände.
Viel zu tun gibt es dennoch in dieser kleinen Welt, neben den Aufträgen gibt es optionale Aufgaben zu erledigen, die zwar sehr schnell ausgeschöpft, aber vorhanden sind und ein klein bisschen Abwechslung in das Spiel bringen, falls diese benötigt wird, oft ist man aber so oder so damit beschäftigt nach 12 Uhr die Horden an Untoten zu beseitigen oder sich schlichtweg auf die Missionen zu konzentrieren.

Lobenswert ist außerdem die gute Übersetzung ins deutsche und die Möglichkeit nervige Parts des Spiels zu überspringen, zum Beispiel kann man die viel zu einfachen Auseinandersetzungen mit den Zombies durch ein Schläfchen im Hotel überbrücken, um Speichern muss sich der Spieler ebenfalls keine Gedanken machen, denn Deadly Premonition 2 besitzt eine Autospeicherfunktion.

Zusammengefasst besitzt das Spiel durchaus einen gewissen Charme.
Fans des Vorgängers oder Filmliebhaber haben mit Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise definitiv ihren Spaß sofern sie die Zeit (und Nerven) haben um mit ständig fallenden FPS, langen Ladezeiten, ungelenker Steuerung klarzukommen und außerdem keine allzu hohen Ansprüche an die Grafik stellen.