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Vor achtzehn Jahren brachte Activision den Ego-Shooter „Call of Duty“ auf den Markt. Angesiedelt war die Story im zweiten Weltkrieg. Seitdem folgten viele weitere Teile, die für die jeweils aktuellen Systeme veröffentlicht wurden, und die von Konflikten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft handelten. Mit dem neuen Titel geht es nun quasi zurück zu den Wurzeln, denn von hypermoderner Kriegsführung geht es nun wieder in die Schlachten des zweiten Weltkriegs. Wir haben uns „Call of Duty: Vanguard“ auf der PS5 angesehen.

Wie es mal Tradition war, kommt auch „Call of Duty: Vanguard“ mit drei Spielmodi daher, der Kampagne, die heute ja leider keineswegs mehr selbstverständlich ist, dem Multiplayerbereich und dem Zombie-Modus. Und weil bezüglich des zweiten Weltkriegs schon beinahe alles spieletechnisch abgegrast wurde, hat man sich entschlossen, hier einen Blick auf die erste Spezialeinheit zu werfen. Diese rekrutiert sich aus erfahrenen Kämpfern, die aus verschiedenen Ländern stammen.

Wir befinden uns in den letzten Stunden des Krieges, Hitler hat seinem Leben ein Ende gesetzt und Oberst Freisinger will die Macht an sich reißen. Unsere Truppe soll eine der letzten Nazi-Operationen mit dem Namen „Phönix“ vereiteln, wird aber geschnappt und unter Folter verhört.

In Rückblenden spielen wir nun die Einsätze der einzelnen Teammitglieder in verschiedenen Ländern. So etwa mit dem Briten Arthur Kingsley in der Normandie, Sniper Polina Petrova ist in Stalingrad dabei und der amerikanische Pilot Wade Jackson kämpft in der Schlacht um Midway, während Lucas Riggs in Afrika für reichlich Explosionen sorgt.

Das alles kommt wie in einem typischen amerikanischen Kriegsfilm daher, voll mit allen Klischees, die das Genre zu bieten hat. Das kann durchaus sehr gut unterhalten, wenn man dabei nicht zuviel nachdenkt und das gilt auch für die Kampagne von „Call of Duty: Vanguard“. Immerhin bekommen die Figuren der Spezialeinheit ein wenig Tiefe und die Cut-Szenen sind wieder einmal allererste Sahne.

Kommen wir zum Multiplayer, welcher nicht gerade mein Spezialgebiet ist. Aber wer sich bei Call of Duty auskennt, findet sich sofort mit den Spielmodi zurecht. Mit sechzehn Karten ist zudem für ordentlich Abwechslung gesorgt. Je nach Modus laufen auf den Karten nur ein paar Spieler oder bis zu 48 Teilnehmer durch die Gegend. Wie gehabt schaltet man durch erfolgreiche Runden neue Ausrüstung und Bewaffnung frei. Den berühmt-berüchtigten Campern wurde durch zerstörbare Deckungen das Leben ein wenig schwerer gemacht. Es gibt auch zwei neue Modi, „Patrouille“ und „Champion Hill“. Vor allem letzterer, in dem acht Teams mit zwei oder drei Spielern gegeneinander antreten, macht richtig viel Spaß.

Der Zombie-Modus ist halt der Zombie-Modus, hier ballert man auf Untote und dazu gibt es ebenfalls verschiedene Optionen. Ganz nett für eine Runde zwischendurch.


Fazit

Optisch und vom Sound her ist „Call of Duty: Vanguard“ auf der PS5 eine Wucht. Die Framerate ist ein Traum und auch an der Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Die Kampagne macht Spaß, trotz aller abgefrühstückten Klischees und bringt etwas frischen Wind mit. Der Multiplayer ist über jeden Zweifel erhaben und auch der Zombie-Modus weiß zu unterhalten. Alles in allem ein gelungenes Spiel, das hier und da ein wenig mehr Feinschliff hätte vertragen können. Darf zu Weihnachten gern unter den Baum.