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Vor 21 Jahren kam der Film „Blair Witch Project“ in die Kinos. Dem war eine bis dahin unbekannte Marketingkampagne vorausgegangen. Filmclips und Infos im Internet streuten die Gerüchte, es könnte sich um eine wahre Geschichte handeln und schufen so riesiges Interesse an dem Film. Und so spielte der Streifen, der für 60.000 Dollar gedreht wurde, weltweit rund 250 Millionen ein. Ein Jahr später kam eine Fortsetzung, für die das Interesse aber sehr abgeflacht war, was auch für den dritten Film von 2016 gilt. Seit einigen Monaten ist nun das Videospiel zur gruseligen Geschichte erhältlich. Koch Media hat das Spiel von Bloober Team S.A. auch als Box-Version in die Läden gebracht. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wir befinden uns im Jahr 1996. Ein Junge wird vermisst. Der Spieler übernimmt die Rolle von Ellis, einem ehemaligen Cop, der sich, gemeinsam mit seinem Hund Bullet, an der Suche in den Wäldern beteiligen will. Während der Hund im Geäst nach Spuren sucht, telefoniert Ellis nochmal mit seiner Freundin, bevor er kein Netz mehr hat. Dabei stellt sich heraus, dass im Privatleben auch einiges im Argen liegt.

Alles scheint eine ganz normale Suche im Wald zu sein. Es gibt nichts Auffälliges. Nur wird es immer dunkler, je weiter man sich vorarbeitet. Schließlich ist die Taschenlampe die einzige Lichtquelle. Da findet Ellis plötzlich ein kleines verlassenes Zelt und eine Videokamera. Und die ist wichtig, kann sie doch Wärmebilder anzeigen und somit die Suche enorm erleichtern.

Auf dem Weg findet Ellis immer wieder Videobänder, die er sich mit der Kamera ansehen kann. Und die Aufnahmen werden immer unheimlicher und verstörender. So gilt es, die auf den Tapes zu sehenden Orte zu finden und zu untersuchen. Und es wird immer beklemmender. Ellis findet verfallene Hütten, seltsame Skulpturen und Leichen.

Und das Spiel wirkt sich auf die Fantasie des Spielers aus und schafft eine sehr düstere Atmosphäre. Wenn man allein zu Hause spielt, im Wald Totenstille herrscht und plötzlich ein Zweig knackt, erzeugt das mehr Gänsehaut, als es jedes Monster könnte. Und das Finale des Spiels ist wirklich schaurig.

„Blair Witch“ ist ein gelungener Horror-Trip, der deutlich gruseliger ausgefallen ist, als die filmische Vorlage. Und auch wenn sich der meiste Horror im Kopf des Spielers abspielt, wirkt das Game noch lange nach. Da sieht man über das relativ einfache Spielprinzip gern hinweg. Die Steuerung ist einfach und geht gut von der Hand. Die Grafik ist gut gelungen und der Sound sorgt für den wahren Schrecken im Spiel. Nettes Gruselspiel, das ich gerne weiterempfehle.