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Im Jahr 2002 erblickte das Spiel „Battlefield 1942“ das Licht der Welt und war der Start für eine unglaublich erfolgreiche Serie, die es mit ihren Fortsetzungen und Ablegern auf bislang zwölf Games bringt. Nun geht es bei Dice und Electronic Arts mit „Battlefield V“ quasi back to the roots, denn nach einem Ausflug in den ersten Weltkrieg im Vorgänger steht nun wieder der zweite Weltkrieg, wie bei den ersten Titeln, als Thema. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Und wie auch schon der Vorgänger lockt auch „Battlefield V“ Einzelspieler mit einer Kampagne und die geht gleich filmreif los. Die Einführung macht uns mit der Geschichte und der Lage vertraut, dann übernehmen wir die Rolle von Billy Bridger, 1942 in Nordafrika, gefolgt von Solveig Fia Bjornstad im Norwegen des Jahres 1943 und schließlich Deme Cisse ein Jahr später in der französischen Provence.

Ungewöhnlich, dass den Figuren auch eine gewisse Tiefe zugestanden wird. Billy etwa hat sich freiwillig zum Militärdienst gemeldet, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, da sind ihm auch die gefährlichsten Einsätze lieber. Und in denen geht es zumeist um Sabotageaktionen, wie der Sprengung von Kanonen. Und so ernst die Lage ist, wird sie doch immer mal wieder von ein wenig Humor aufgelockert.

Anders geht es bei der norwegischen Einzelkämpferin Fia zur Sache, einer Spezialistin für Wurfmesser und ausgestattet mit Skiern, dabei ist sie gerade mal 18 Jahre alt. Ihre Aufgabe ist es, den Nachschub von schwerem Wasser für die Deutschen zu unterbinden, damit sie keine Möglichkeit haben, die ultimative Waffe fertigzustellen. Aber auch Fia ist keine eiskalte Killerin, was in der ein oder anderen Szene eindrucksvoll klar wird.

In Frankreich geht der Spieler dann in der Rolle eines Fremdenlegionärs in den Einsatz. Die wurden in der Regel als Kanonenfutter in Himmelfahrtskommandos eingesetzt, hier könnten sie aber tatsächlich einen wichtigen Sieg schaffen.

Und dann kommt nach rund zweieinhalb Stunden auch schon das Ende der Kampagne, zumindest vorerst, denn weitere Episoden werden als DLC nachgeliefert. Wenn dieser Test erscheint, sollte die erste Folge „Der letzte Tiger“, in der auf der Seite Deutschlands gekämpft wird, schon erhältlich sein.

Auch in Battlefield V liegt der Schwerpunkt auf dem Multiplayerbereich, der wieder mit zahlreichen Spielmodi aufwarten kann. Neben den üblichen Vertretern wie Team-Death-Matches gibt es als Neuerung die Großen Operationen. Hier geht es über mehrere Tage in gewaltigen Schlachten zur Sache. Das Ergebnis von heute gibt dann die Ausgangsposition der Gruppe für morgen vor. Das ist ultimativ spannend, wenn man denn die Zeit dafür hat. Für ein schnelles Spielchen zwischendurch ist dieser Modus definitiv nicht geeignet.

Auch ein Battle Royale Modus darf hier nicht fehlen, zur Zeit das wohl liebste der Multiplayer-Gemeinde.

„Battlefield V“ überzeugt mit seiner filmreifen Präsentation, bombastischer Grafik und brachialem Sound. Die Steuerung war bei der Serie schon immer Klasse, da gibt es auch hier keinen Ausreisser. Multiplayer-Fans kommen mit einer umfangreichen Auswahl an Spielmodi auf ihre Kosten und auch eine Einzelspieler-Kampagne ist dabei, die allerdings recht kurz ausfällt, aber zumindest regelmäßig erweitert werden soll. Tolles Spiel und eine würdige Fortsetzung des sehr guten Vorgängers.