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Das japanische Rollenspiel „Atelier Ryza“, entwickelt bei Gust und im Vertrieb von Koein Tecmo, kam Ende 2019 auf den Markt. Nun steht mit „Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy“ bereits die Fortsetzung in den Läden. Wobei es eigentlich bereits das 22. Spiel der Atelier-Serie ist, die bereits 1997 ihren Anfang nahm. Allerdings ist es die erste Fortsetzung, die den Hauptcharakter beibehält. Wir haben wieder unser Alchemie-Equipment herausgeholt und uns „Atelier Ryza 2“ auf der PS5 angesehen.

Seit dem Vorgänger sind in der Geschichte drei Jahre vergangen. Reisalin Stout, genannt Ryza, ist erneut die Hauptfigur und chillt gepflegt in Ashra-am Baird. Der Ort könnte durchaus auch in Italien angesiedelt sein. Dazu gesellen sich alte Bekannte wie Tao, die Fee Fi und auch Patricia. Aufträge gibt es im Namen von Patricias Vater und es gibt zahlreiche Ruinen, die zum Erkunden einladen.

Aber wer viel arbeitet, muss sich auch ausruhen, deshalb steht unserer Bande ein nettes Apartment zur Verfügung, das der Spieler ganz nach seinem Geschmack einrichten kann. Da es auch hier um Alchemie geht, nimmt das Sammeln von Zutaten einen großen Platz ein und je nach Tageszeit oder Wetter können andere Sachen gefunden werden, aber auch die Art der Monster ändert sich mit dem Wechsel von Tag und Nacht.

Neueinsteiger werden mit allerlei Hilfen an die Hand genommen und dürften auch schon ziemlich schnell überall klarkommen. Dazu gibt es die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden. Highlight des Spiels sind ganz klar die Ruinen. Hier werden Spuren gesucht, Rätsel gelöst und tolle Gegenstände erbeutet, die das Leben eines Alchemisten leichter machen.

Und was macht ein Alchemist hauptberuflich? Er oder sie produziert Tränke und auch Ausrüstung. Dazu muss natürlich entsprechendes Material vorhanden sein. Und die Kundschaft ist anspruchsvoll. Per Skill-Baum steigern sich die Fähigkeiten im Laufe des Spiels und der Spieler entscheidet selbst, in welche Richtung sich seine Alchemistin entwickeln soll.

Das Crafting-System ist eigentlich recht einfach zu handhaben, allerdings bietet es auch unzählige Möglichkeiten, was es gleichzeitig sehr komplex macht. Und beim Sammeln sollte man immer das passende Werkzeug dabei haben, denn nur damit erzielt man die besten Ergebnisse. Und die Axt dient dann auch nicht nur zum Bäumefällen, sondern auch als Waffe zur Verteidigung.

Den Vorgänger habe ich leider verpasst, aber „Atelier Ryza 2“ macht richtig viel Spaß. Schön ist die freie Wahl, welchen Alchemie-Zweig ich beschreiten möchte. Und die Entdeckungsreisen in die Ruinen haben mich am meisten begeistert. Die Grafik ist sicher nicht auf der Höhe der Technik der PS5, sieht aber dennoch sehr gut aus. Der Sound ist klasse, die Sprachausgabe in japanisch sehr gut, Untertitel gibt es auf englisch. Schönes Spiel, das ich gern weiterempfehle.