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Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst klopft an die Tür. Und während sich die einen über die Abkühlung freuen, vermissen die anderen die warmen Temperaturen schon jetzt. Wie wäre es, wenn man es selbst in der Hand hätte, die Jahreszeiten ganz nach seinem Geschmack auszuwählen? Die Möglichkeit gibt es im Spiel „Ary and the Secret of Seasons“, das ab sofort für PC, Xbox One, PS4 und Switch zu haben ist. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Der Spieler übernimmt die Rolle von Aryelle, genannt Ary, deren Vater die Winterregion Yule regiert. Zudem passt er auf den Winterkristall auf, der dafür sorgt, dass in Yule dauerhaft Winter herrscht. Und das ist gar nicht böse, denn der Bevölkerung gefallen die tiefen Temperaturen, in der Wärme würden sie sich nicht wirklich wohl fühlen. Also könnten alle zufrieden sein, oder?

Natürlich nicht, denn eines schönen kalten Tages verschwindet Arys Bruder Flynn spurlos. Das trifft Arys Vater direkt ins Herz und er ist eigentlich zu nichts mehr zu gebrauchen, völlig gebrochen wie er ist. Die Mutter hingegen versucht alles, damit das Leben weiter geht und bittet unsere Ary um Hilfe. Also geht sie zum Markt, um die Einkäufe zu erledigen, erledigt dort aber erstmal zwei Hyänen. Und dann geht es richtig los, als rote Kristalle vom Himmel stürzen und den Schnee zum Schmelzen bringen. In Yule herrscht plötzlich Sommer. Ary fasst den Entschluss, herauszufinden, wie das passieren konnte und wie man den alten Zustand wieder herstellen kann.

Nun geht das Abenteuer los und dabei fällt gleich auf, dass man sich ein wenig von „The Legend of Zelda“ hat inspirieren lassen, und das ist nicht verkehrt. Ary durchstreift die Spielwelt, spricht mit allerlei Figuren, erfüllt unzählige Missionen und macht den einen oder anderen Dungeon unsicher.

Praktischerweise hat Ary ein zauberhaftes Medaillon dabei und damit kann sie an dem Ort, an dem sie sich gerade befindet, die Jahreszeiten beeinflussen. Ist etwas eingefroren, offenbart der Sommer Eingänge, während der Winter Eisbrücken entstehen lassen kann. Diese Beeinflussung gilt aber nur für einen kleinen Teil in einer Blase, sonst könnte sie ja auch einfach in Yule wieder den Winter ausrufen. Mit dieser Mechanik löst der Spieler nun abwechslungsreiche Rätsel.

Vor allem die weitläufigen Dungeons sorgen hier für Spannung, wozu auch der eine oder andere Bosskampf gehört. Hier ist Taktik und Geschick gefragt, um siegreich aus dem Kampf zu kommen. In der großen Spielewelt ist die Übersichtskarte hilfreich, die auch anzeigt, wo Quests erledigt werden müssen. Auch Loot wird dort angezeigt. Darin finden sich Münzen, mit denen man die Ausrüstung erweitern kann oder sie in Upgrades der Spielfigur investiert. Dazu warten Storchennester darauf, geplündert zu werden. Um an die sehr hoch gelegene Beute zu kommen, muss wiederum mit den Jahreszeiten experimentiert werden, keine einfache Aufgabe.

„Ary and the Secret of Seasons“ ist ein kunterbunter Abenteuerspaß im Zelda-Stil, der einen ordentlichen Umfang und einige Herausforderungen bietet. Die Story wirkt frisch und unverbraucht und die Idee mit den wechselbaren Jahreszeiten ist wirklich mal etwas neues. Die Grafik ist okay, da wäre sicher mehr drin gewesen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Der Sound weiß ebenso zu gefallen wie die Steuerung, die nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand geht. Schönes Spiel, das viele Stunden zu fesseln weiß.