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Spiele zur Alien-Filmserie haben ja schon eine mittlerweile jahrzehntelange Tradition. Angefangen hat alles 1982 mit dem Spiel „Alien“ für das Atari VCS. Vier Jahre später folgte „Aliens: The Computer Game“. Ganze siebzehn Spiele später kam dann mit „Alien: Isolation“ der bislang letzte Game-Auftritt der Xenomorphen. Doch nun sind sie wieder da. Entwickelt wurde „Aliens: Fireteam Elite“ bei den Cold Iron Studios, als Publisher fungiert Focus Home Interactive. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox Series X angesehen.

Wir erinnern uns an den letzten Auftritt der Aliens in einem Game, da wurde geschlichen, sich versteckt, immer mit der Angst, einem der garstigen Biester zu begegnen. Vergessen, hier steht brachiale Action an. Der Third Person Shooter lässt gleich ganze Alien-Horden auf den Spieler los. Denn als wäre einer der Xenomorphen nicht schon mehr als genug, haben sich die Kreaturen ausgebreitet.

Und das muss schleunigst eingedämmt werden und si wird ein erfahrenes Team von drei Colonial Marines losgeschickt, um das ursprüngliche Nest der Aliens zu finden und zu vernichten. Aufgeteilt ist die Alien-Hatz in vier Kampagnen mit jeweils drei Missionen. Und immer ist ein Dreier-Team im Einsatz, das entweder auf drei Spielern im Koop besteht oder ein Spieler nimmt zwei KI-Kameraden mit auf die Jagd.

Spielt man mit den KI-Buddys, sollte man es auf einem der unteren Schwierigkeitsgrade belassen, die höheren machen nur Sinn, wenn man menschliche Mitspieler hat, die entsprechend schnell reagieren. Zudem können sich die drei Spieler die Ausrüstung und Bewaffnung entsprechend anpassen, was den KI-Marines leider versagt bleibt.

Und natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Klassen. Da wäre der bis an die Zähne bewaffnete Schütze, der zudem die Waffen seiner Kollegen für kurze Zeit übertakten kann, um ein wenig mehr Power herauszuholen, der Zerstörer kommt mit einem fetten Flammenwerfer daher, die BBQ-Saison ist schließlich noch nicht zu Ende, der Techniker kann mit Hilfe von Elektroschocks die Gegner verlangsamen und hat praktische kleine Selbstschussanlagen im Gepäck.

Später, wenn das Spiel ein wenig fortgeschritten ist, kommen auch noch der Doc und ein Scharfschützenspäher dazu. Soweit so gut, dann geht es ins erste Gefecht, dann ins zweite und in unzählige weitere. Denn das Leben als Colonial Marine ist ein wenig eintönig, er zieht von einer Alien-Schlacht in die nächste. Hin und wieder werden ein paar Knöpfe oder Schalter aktiviert und schon geht es in den nächsten Kampf.

Das war auch fast schon alles, wenn da nicht nicht die obligatorischen Sammelobjekte wären, die sich in jeder Mission verstecken und allerlei Informationen über Story und Aliens verbergen. Zudem wartet auf jeder Mission eine Lagerkiste auf die Spieler, die kosmetische Gegenstände enthält.

Hat man eine Mission erledigt, kann man dazu noch die Herausforderungskarte spielen, die bei Abschluß mit Münzen und Erfahrungspunkten lockt. Und die sind gar nicht einfach. Dazu kommen noch tägliche und wöchentliche Missionen. Hat man das Spiel beendet wartet auch noch der Horden-Modus, der immer größer werdende Alien-Horden auf den Spieler loslässt.

„Aliens: Fireteam Elite“ ist ein Old-School-Action-Game, wenig Story, überschaubare Abwechslung, aber Action und Shootouts ohne Ende. Wer darauf steht, bekommt hier einen gelungenen Genre-Vertreter, der mit toller Grafik, brachialem Sound und perfekter Steuerung punkten kann. Vor allem im Team mit zwei weiteren Spielern macht die Alien-Hatz richtig viel Spaß. Und wer die Filme mehrmals gesehen hat, wird so manchen Deja-Vu erleben. Ich hatte ziemlich viel Spaß mit dem Game und werde noch die eine oder andere Jagd auf die Xenomorphen starten.