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In den 80er und 90er Jahren bestanden Kampfspiele nicht nur aus den Fights selbst, es galt auch, Missionen zu erfüllen. Wir erinnern uns gern an Klassiker wie „Karateka“, „Bruce Lee“ oder „The Last Ninja“. Nun holt ein Spiel von Ravenscourt diese Zeit zurück, „9 Monkeys of Shaolin“ wurde von Koch Media für die Systeme PS4, Xbox One, Switch und PC veröffentlicht. Wir haben uns auf der Xbox One X durchgekämpft.

Der Spieler übernimmt die Rolle von Wei Cheng, und der, wir kennen es aus unzähligen Eastern, will den Tod seiner Liebsten rächen. Dazu ist er mit einem Stab bewaffnet, wie er bei den Stocktechniken beim Shaolin Kung Fu oder Wing Chun eingesetzt wird.

Die Basis unseres Rächers befindet sich in einem Lager. Hier gibt es verschiedene Figuren, mit denen man reden kann. So kann man sich hier online einen Mitstreiter suchen und gemeinsam Missionen erfüllen. Ein anderer ist für Waffen und Ausrüstung zuständig, ein Schmied kann nach den ersten Missionen die Waffe des Spielers verbessern, wobei man eine davon sogar nutzen kann, um mit magischer Energie, dem QI, die eigene Gesundheit wieder herzustellen. Allerdings ist diese Energie begrenzt und muss nach der Nutzung erst wieder gesammelt werden.

Mit zehn Waffen nach japanischem und chinesischem Vorbild ist auch die Auswahl ganz ordentlich. Mit verdienten Münzen lassen sich zudem verschiedene Fähigkeiten verbessern, außerdem können beim Meister neue Angriffstechniken erlernt werden. Im Lager gibt es also durchaus einiges zu tun, außer dem Speichern des Fortschritts nach jeder absolvierten Mission.

Im Lager befindet sich ein Tisch mit einer Karte der Umgebung. Mit dieser lassen sich die Missionen auswählen, von denen immer mal wieder einige gleichzeitig verfügbar sind. Ist der Auftrag ausgesucht, geht es gleich schon los. Und die ersten Kämpfe lassen nicht lange auf sich warten. Es wird geschlagen, gekickt und mit dem Stab gearbeitet, wie man es aus den besten Kung Fu Filmen kennt. Dabei sind die Animationen wunderschön und butterweich, es gab keinen einzigen Ruckler. Mal geht es am Boden zur Sache, mal in der Luft, dazu kann sich Wei Cheng wie ein Tornado drehen und so sämtliche Angriffe abwehren.

Nach und nach bekommt der Spieler es in den Kapiteln mit verschiedenen Clans zu tun, die ihm an die Wäsche wollen. Das ist mal eine Piratenbande, eine Ninja-Sekte oder geheimnisvolle Mönche. Und die kommen nicht immer unbewaffnet daher. Und unser Held muss auch immer wieder einiges einstecken, was der Gesundheit nicht zuträglich ist. Da ist es praktisch, dass man hin und wieder Kisten oder Fässer mit Vorräten findet, wie etwa grünem Tee, der wiederum die Lebensenergie auffüllt.

„9 Monkeys of Shaolin“ erinnert an die alten Klassiker, hat aber seinen völlig eigenen Stil und ist von der Grafik und den Animationen her eine Wucht. Auch der Sound steht dem in nichts nach. Hat man die Steuerung einmal verinnerlicht, gehen die Kämpfe, die spektakulär in Szene gesetzt wurden, prima von der Hand. Die Missionen und die Gegner bieten eine Menge Abwechslung und so macht das Spiel einfach durchgehend sehr viel Spaß. Everybody was Kung Fu fighting...