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Viola Ardone, gebürtige Neapolitanerin, ist ausgebildete Bibliothekarin und hat Italienische Literatur studiert. Sie arbeitet als Journalistin und schreibt unter anderem für Corriere della Serra, daneben ist sie noch Lehrerin für Geschichte. Trotz allem findet sie noch die Zeit zum Schreiben und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihr neues Buch „Ein Zug voller Hoffnung“ hat sie auch international bekannt gemacht, der Roman erschien in 30 Ländern. Die deutsche Ausgabe ist bei C.Bertelsmann erschienen.

Neapel, 1946: Der 7-jährige Amerigo lebt mit seiner Mutter in einem der ärmsten Viertel und hat ständig Hunger. Als die Mutter von einer wohltätigen Initiative hört, die bedürftige Kinder für ein knappes Jahr zu Familien im reicheren Norditalien schickt, scheint dies die beste Lösung zu sein. Hoffnungsfroh, aber auch etwas bange besteigt Amerigo mit vielen Kindern den Zug. In seiner neuen Familie lebt er sich schnell ein, entdeckt seine Liebe zur klassischen Musik, bekommt sogar eine Geige geschenkt. Nachdem die paradiesische Zeit vorbei ist, erscheint ihm seine Mutter in Neapel ganz fremd. Als er kurz darauf erfährt, dass sie aus Geldnot heimlich seine Geige verkauft hat, fühlt Amerigo sich verraten. Er reißt aus und steigt noch einmal in den Zug, fest entschlossen, Neapel für immer hinter sich zu lassen ...

Selten hat mich ein Roman so sehr berührt wie „Ein Zug voller Hoffnung“. Und der ist so brillant geschrieben, wie es nur geht. Dreiviertes des Buches ist der siebenjährige Amerigo der Erzähler, geschrieben so, wie ein Siebenjähriger halt reden würde. Und als Leser bekommt man wirklich das Gefühl, dass dieser Text von einem kleinen Jungen stammt. Das letzte Viertel erzählt dann der mittlerweile 55jährige Amerigo und der Schreibstil ändert sich komplett. Ein großartiges Buch, dass ich jedem gern ans Herz legen würde.

Hardcover / C.Bertelsmann / 288 Seiten / € 22.-