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Melissa Scott war zunächst als Journalistin unter anderem für die Nachrichtenredaktion von MBC tätig und arbeitet heute als Verlagslektorin. Victoria Clark schrieb als Auslandskorrespondentin für den Observer, bevor sie begann, Sachbücher zu verfassen. Beide zusammen haben nun ein außergewöhnliches kulinarisches Werk verfasst, „Zu Tisch bei Diktatoren“. Das Buch, das sich den Essgewohnheiten von Tyrannen widmet, ist bei Heyne Hardcore erschienen.

Wer hätte gedacht, dass Mussolini schüsselweise rohen Knoblauch vertilgte? Oder dass Idi Amin bis zu vierzig Orangen pro Tag verzehrte? Dieses Buch betrachtet die schlimmsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts aus einer ganz neuen Perspektive, nämlich mit Blick auf ihre kulinarischen Obsessionen. Und nicht nur die Essgewohnheiten werden beleuchtet, sondern alles, was rund ums Essen sonst noch eine Rolle spielt: Tischgespräche, Manieren oder ernährungspolitische Maßnahmen. Zu allen Gerichten gibt es die Rezepte zum Nachkochen. Mit europäischen Alternativen im Falle zu sehr exotischer Originalzutaten - guten Appetit!

Huhn mit Erdnuss-Sauce, Pilaw, Paella Galega oder Kasseler mit Sauerkraut, hört sich alles ziemlich lecker an, oder? Und das sind nur einige der Rezepte, die sich in diesem Buch finden lassen. Und alle sind die Lieblingsspeisen von Diktatoren. Ob Hitler, Stalin oder Amin, hier erfährt der Leser, welche Tischgewohnheiten die Tyrannen dieser Welt hatten und was sie am liebsten gegessen haben, mit den passenden Rezepten. Und viele davon lassen sich prima nachkochen. Ein hochinteressantes Buch, das sich auch vorzüglich als Geschenk eignet, vor allem für Hobbyköche, die schon unzählige Kochbücher im Regal haben.

Softcover / Heyne Hardcore / 176 Seiten / € 20.-