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Was macht man während einer globalen Pandemie, außer auf die Hygieneregeln zu achten? Offenbar genießt man Geschichten über wesentlich schlimmere Pandemien. Filme wie „Outbreak“ oder „Contagion“ stehen plötzlich wieder ganz oben in den Hitlisten der Streaming-Portale. Und auch in Romanen und Comics kämpfen die letzten Menschen ums Überleben. So auch in „Year Zero“ in der sich eine Gruppe Überlebender zusammenfindet, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Die Geschichte stammt von Benjamin Percy und Ramon Rosanas. Der erste Band ist als deutsche Ausgabe bei Cross Cult erschienen.

Ein japanischer Auftragskiller, ein mexikanisches Straßenkind, eine afghanische Militärhelferin, eine Polarforscherin und ein amerikanischer Prepper – fünf Überlebende einer schrecklichen globalen Epidemie, die sich auf ihre besonderen Fähigkeiten und Instinkte verlassen müssen, um sich einen Weg durch eine Welt voll wandelnder Toter zu bahnen. In einem dichten Geflecht der Erzählung wirft YEAR ZERO einen allumfassenden Blick auf die verschiedensten Länder dieser Welt in einer Zombieapokalypse. Der Comic ringt mit dem Konzept von Sitte, Moral und Glauben, während die fieberhafte Suche nach Ursprung und Heilung der Pandemie beginnt.

Was würde man alles tun, um zu überleben? Wie weit reicht noch die Moral, die Sitte, der Anstand, wenn die nächste Entscheidung eine über das eigene Leben oder den Tod sein kann? Die Apokalypse ist eingetreten und die Toten stehen wieder auf. Die letzten Überlebenden kämpfen um Ressourcen und eine sichere Zuflucht. Klingt nach „The Walking Dead“? Im Grundgerüst vielleicht, ist aber trotzdem völlig anders. Es würde ja auch niemand „Derrick“ mit „NCIS“ vergleichen, nur weil bei beiden Verbrechen aufgeklärt werden. Der erste Band von „Year Zero“ hat mich sehr beeindruckt. Tolle, äußerst spannende Story, brillante Zeichnungen, da fällt es schwer, auf den zweiten Band zu warten. Unbedingt anschauen.

Hardcover / Cross Cult / 144 Seiten / € 22.-