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Der deutsche Geiger David Garrett ist der Sohn eines deutschen Juristen und Geigenauktionators und einer amerikanischen Primaballerina. Mit vier Jahren begann er, Geige zu spielen. Mit fünf gewann er damit seinen ersten Preis. Mit zwölf bekam Garrett seinen ersten Plattenvertrag. Yehudi Menuhin bezeichnete ihn als „größten Geiger seiner Generation“. Nun hat David Garrett zusammen mit Leo G. Linder seine Autobiografie geschrieben, die unter dem Titel „Wenn ihr wüsstet“ bei Heyne erschienen ist.

Den Weg auf den Geigenolymp hat sich David Garrett hart erarbeitet. Seine Kindheit war geprägt von Disziplin und täglicher Arbeit gemeinsam mit seinem Vater. Dieser förderte sein Talent, unterstützte ihn und war gleichzeitig ehrgeiziger Motor und Antrieb.

Bereits als Zehnjähriger stand David Garrett mit den größten internationalen Orchestern auf der Bühne und spielte später, als Jugendlicher, alle bedeutenden Werke der klassischen Musik, bis er sich mit Anfang zwanzig aus der Zwangsjacke seiner Wunderkind-Existenz befreite und zum Studium nach New York ging. Dort legt er den Grundstein für ein neues Genre der Klassik, den Crossover, in dem er virtuose Geigenmusik mit aktueller Popmusik verbindet – was ihn bekannter macht als je zuvor.

Damit verkörpert er geradezu exemplarisch die mühsame Suche eines jungen Menschen nach dem eigenen Weg und dem wahren Leben und findet für dieses Problem eine ganz eigene Lösung: völlige Hingabe an das, was ihn als Person genauso gut hätte zerstören können – die Musik.

Man kann zu David Garrett stehen wie man will, er ist ein fantastischer Geiger und hat es mit seiner Musik geschafft, Leute für klassische Musik zu begeistern, die man sonst wohl nie erreicht hätte. In seiner Autobiografie beschreibt er, wie er als Kind die ersten Schritte mit der Geige machte und viele Jahre später ein Crossover aus Pop und Klassik erschaffen hat. Das ist ebenso beeindruckend wie lesenswert. Ohne Zweifel eine der interessantesten Autobiografien, die mir in den letzten Jahrne untergekommen sind, und das waren so einige. Empfehle ich gern weiter.

Hardcover / Heyne / 368 Seiten / € 22.-