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Maddin Schneider begann seine Komikerkarriere Anfang der 90er Jahre im Quatsch Comedy Club. Bald darauf trat er in verschiedenen Fernsehshows wie „RTL Samstag Nacht“, „Genial daneben“ oder „Schillerstraße“ auf. Auch im Kino war Schneider zu sehen, immer dabei: sein übertriebener hessischer Dialekt. Nun ist bei Heyne sein viertes Buch erschienen. Der Titel lautet „Vom wörscht Käs zum best Käs“.

Was tun, wenn nichts so läuft, wie man es sich vorgestellt hat?

Nachdem seine geliebte Katze und seine hochbetagte Oma von ihm gegangen sind, sein Vermieter ihm gekündigt und sich seine Freundin von ihm getrennt hat, erleidet Maddin den nächsten Schicksalsschlag: Er kann die Tür eines Dixiklos nicht mehr öffnen und muss eine gefühlte Ewigkeit in dem stickigen Gefängnis zubringen – ohne Aussicht auf Rettung. In diesen bangen Stunden reflektiert Maddin sein Leben und besinnt sich auf die zahlreichen Weisheiten seiner Oma. Denn schon sie wusste: „Mer muss des Beste hoffe; des Schlimmste kommt von allein!“ Es bringt also nichts, sich die gute Laune durch miese Gedanken verderben zu lassen.

Seine Überlebensstrategien fürs Dixiklo – oder andere kleine und große Katastrophen im Leben – fasst Maddin in seinem „Maddin-Prinzip“ zusammen und gibt sie gern an seine Leserinnen und Leser weiter. So wird aus jedem „wörscht Käs“ der „best Käs“!

Weder sieht man Maddin Schneiders einmalige Mimik, noch hört man seinen unnachahmlichen Dialkt beim Lesen, und trotzdem hat man schon nach den ersten Sätzen den Eindruck, der Autor selbst würde diese Zeilen lesen. Herrlich, der Funke springt sofort über und nicht nur einmal musste ich bei der Lektüre lauthals loslachen. Ganz klar, der Humor von Maddin ist schon ein wenig speziell und sich nicht jedermanns Sache, wer ihn aber mag, wird die Lektüre dieses Buches lieben. Ich habe es sehr genossen und sicher nicht zum letzten Mal gelesen.

Taschenbuch / Heyne / 240 Seiten / € 10.-