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Kiko Amat wuch in einer Trabantenstadt in der Nähe von Barcelona auf. Mit siebzehn brach er die Schule ab, wurde Plattenhändler, Kassierer bei McDonald's, Fließbandarbeiter bei Seat, Wachmann auf einem Campingplatz und Kellner in einem Hotel. Seine Bücher über Randfiguren in urbanen Settings haben in seiner Heimat Kultstatus. Sein neues Buch „Träume aus Beton“ ist bei Heyne Hardcore erschienen.

»Vielleicht ist die Anormalität am Ende doch der Weg der Vernunft. Glaubst du nicht auch? Wir leben in einer vom Zufall regierten Welt, umgeben von einem Vakuum. Grausamkeit und Gewalt sind die Regel. Eine Welt, in der nichts von Bedeutung ist und in der die Unschuldigen zermalmt werden. In einer solchen Welt kannst du nur saufen oder verrückt werden. Ich habe es mit Ersterem versucht. Als das nicht mehr half, kam Zweiteres.«

»Träume aus Beton« ist eine Geschichte von Angst, von Unangepasstheit und vom Leben am Rand, die atemberaubende Zärtlichkeit mit brutaler Wirklichkeit kombiniert.

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Curro, der wegen einer im Wahn begangenen Messerattacke seit über zwanzig Jahren in der Psychiatrie sitzt. Er hat eine illustre Gruppe Gleichgesinnter um sich geschart, mit denen er den Ausbruch plant. Auf einer zweiten Erzählebene lernt der Leser den jugendlichen Curro kennen, ein klassischer Außenseiter mit smarter Weltsicht, dem seine dysfunktionale Familie zu schaffen macht.

Wow, „Träume aus Beton“ ist das erste Buch von Kiko Amat, das ich lesen durfte und ich muss sagen, sein Stil ist atemberaubend erfrischend, anders und richtig gut. Sein Buch „Träume aus Beton“ ist eine Mischung aus Familiengeschichte und Drama, an einigen Stellen sogar humorvoll. Ein kraftvolleres Buch habe ich selten gelesen. Und es fiel mir wirklich schwer, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Kann ich nur weiterempfehlen.

Hardcover / Heyne Hardcore / 560 Seiten / € 24.-