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Im Jahr 1978 war Stephen King noch ziemlich unbekannt und so ließ der Verlag sein Buch „The Stand – Das letzte Gefecht“ nur gekürzt veröffentlichen, da man der Meinung war, mit tausend Seiten war es für einen Autor, der noch kein Star ist, einfach zu dick. Erst 1990 wurde die ungekürzte, 400 Seiten dickere Originalgeschichte veröffentlicht. Die Geschichte dreht sich um das postapokalyptische Amerika, ein Virus hat den Großteil der Menschheit getötet. Einige tausend Menschen sind jedoch immun und kämpfen ums Überleben. Und gegeneinander. Panini veröffentlicht die Geschichte in Comicform, gezeichnet von Mike Perkins. Kürzlich ist der zweite Band des epischen Werks erschienen.

Als wäre der alltägliche Kampf um das schiere Überleben in der postapokalyptischen Welt, die das Grippevirus “Captain Trips“ zurückgelassen hat, nicht schon Herausforderung genug, finden die Wenigen, die die Pandemie überstanden haben, auch des Nachts und in ihrem Träumen keine Ruhe. Gibt ihnen die Vision der alten Frau Mutter Abagail, die auf einer Veranda in Nebraska sitzt und Gitarre spielt, noch ein wenig Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft, sorgen die düsteren Bilder, die Randall Flagg in ihre Köpfe projiziert, für Verzweiflung. Doch die Erkenntnis wächst, dass nur ein gemeinsamer Kampf das Böse davon abhalten kann, das finale Ende der Welt einzuläuten. Aber die Macht des dunklen Mannes ist groß – und nicht wenige fallen auf seine Verführungskünste herein und lassen sich in seine bösen Machenschaften verstricken. Im zweiten Band der Hardcover-Neuauflage der brillanten Comic-Umsetzung von Stephen Kings epischer Horror-Antiutopie The Stand werden die Fronten immer klarer. Und die Frage nach der Zukunft der (Rest-)Zivilisation immer drängender – führt der Weg der wenigen Überlebenden in den Untergang oder in die Erlösung?

Ich liebe das Buch, ich mag die Verfilmungen und ich bin begeistert von dieser Comic-Adaption. Die Story kommt hier fantastisch düster rüber, die Zeichnungen sind brillant und das Format der ersten beiden Ausgaben stehen der epischen Geschichte in nichts nach. Es gibt kaum einen Comic, der mich jemals so fesseln konnte, wie dieser, denn es ist ja kein Heftchen mit 52 Seiten, sondern ein 300 Seiten schwerer Band. Und den legt man erst wieder aus der Hand, wenn man die letzte Seite umgeblättert hat. Großartig.

Hardcover / Panini Comics / 300 Seiten / € 39.-