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Oliver Kern ist ein deutscher Schriftsteller. Seinen ersten Roman schrieb er 2007, mit „Die Kälte in dir“ gelang ihm 2013 der Durchbruch. Er veröffentlicht seine Bücher unter verschiedenen Pseudonymen. Für seinen neuen Thriller „Talberg 1977“, der vor Kurzem bei Heyne erschienen ist, benutzte er den Namen Max Korn. Der Roman ist die Mitte der Talberg-Trilogie. „1933“ ist bereits im vergangenen Jahr erschienen, „Thalberg 2022“ soll im kommenden Mai erscheinen.

Maria lebt allein im Wald. Sie hat zwei Ehen hinter sich, ihr erste Gatte war ein Choleriker, der zweite ein Säufer. Beide sind lange tot. Die Leute aus dem Dorf halten sie für eine Hexe, der man besser aus dem Weg geht. Wenn jemand stirbt, gibt man der Hexe die Schuld. Doch niemand ahnt ihr wahres Geheimnis – und wie gerne der Tod ihr zur Hand geht.

Talberg ist ein kleiner abgelegener Ort am äußersten Rand der deutschen Provinz. Fernab der großen Zentren und im Schatten eines gewaltigen Berges gelegen, scheint sich hier über die Jahrzehnte hinweg das Böse immer wieder zu sammeln. Drei Romane spielen zu unterschiedlichen Zeiten in diesem Ort. Vier ortsansässige Familien bestimmen das Geschehen – wechselweise sind sie mal Opfer, mal Täter, mal Ermittler. Und natürlich sind alle Fälle miteinander verbunden …

Schon der erste Roman „Talberg 1933“ hat mich gefesselt, um so gespannter darauf war ich, ob Max Korn das Niveau halten konnte. Und nach der Lektüre von „1977“ muss ich sagen, dass er sich noch in jeder Hinsicht gesteigert hat. Die Story ist so spannend und der Stil so fesselnd, dass ich das Buch fast in einem Stück gelesen hätte. Und das sind immerhin knapp 400 Seiten. Drei Geschichten spielen zu unterschiedlichen Zeiten im gleichen Ort, die erste war spannend und die zweite noch viel spannender, ich freue mich schon unheimlich auf die dritte Story. Unbedingt lesen, es lohnt sich.

Paperback / Heyne / 384 Seiten / € 15.-