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Torsten Sträter hat schon eine nahezu einmalige Laufbahn. Nach einer Lehre als Herrenschneider arbeitete er als Verkäufer bei einem Herrenausstatter, ging dann in den Mobilfunkvertrieb und verdingte sich schließlich in der Spedition seiner Mutter. Daneben begann er Kurzgeschichten zu schreiben. Mittlerweile ist er aus der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr gewann er bei der ersten Staffel von  LOL: Last One Laughing. Da kann man sich gar nicht vorstellen, dass er früher Horrorgeschichten geschrieben hat. Die sind nun in einem Buch zusammengefasst bei Ullstein erschienen. Der Titel: Sträters Gutenachtgeschichten“.

Torsten Sträter hat ein dunkles Geheimnis: Jahre bevor er Deutschlands Bühnen mit seinem launigen Humor beschallte, trieb er in Internetforen sein Unwesen. Und übte sich in der ersten seiner Königsdisziplinen: Gruselgeschichten. Und alle waren begeistert. In seinem Buch zeigt der Meister des abseitigen Humors eindrucksvoll, dass das Grauen nicht nur auf verfallenen Friedhöfen oder fernen schottischen Schlössern wütet. Es kann uns ebenso ereilen in Altenheimen, auf Autobahnen oder gar im heimischen Wohnzimmer. Gruselig, schräg und schon mit dem ganz speziellen Sträter-Humor versehen, lassen diese Geschichten schmunzeln, erschauern und machen vor allem eins: Spaß.

Ich muss zugeben, ich kannte Torsten Sträter bislang auch nur als Comedian aus dem TV. Dass er auch als Autor tätig war, beziehungsweise ist, war mir unbekannt. Um so gespannter war ich auf dieses Buch, eine Sammlung von Horror-Kurzgeschichten. Und schon die erste bitterböse Story „Jägerlatein“ hat mich gepackt. Horror und schwarzer Humor, das ist ja eine Mischung, mit der man mich fast immer kriegt und das bietet der Autor in erstklassiger Manier. Absolute Pflichtlektüre für alle Freunde des angenehmen Gruselns.


Taschenbuch / Ullstein / 512 Seiten / € 14.-