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Wassili Semionowitsch Grossmann, geboren 1905, war zunächst ein linientreuer und anerkannter Schriftsteller in der Sowjetunion. Das änderte sich während des Zweiten Weltkrieges. Seine Erfahrungen im Krieg, der Holocaust, der ihn auch direkt betraf und die vielen Schicksale, denen er als Korrespondent der Armeezeitung „Roter Stern“ begegnete, veränderten sein Leben und seine Einstellung und er wurde zu einem unbeugsamen Chronisten seiner Zeit Sein Epos „Stalingrad“, der zweite Teil wurde 1961 beschlagnahmt, wurde erst 16 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht und gilt bis heute als Meisterwerk der russischen Literatur. Eine Neuausgabe von „Stalingrad“ wurde bei Ullstein veröffentlicht.

April 1942, der Deutsch-Sowjetische Krieg tobt seit einem Jahr, doch im Hause der Familie Schaposchnikow mag man nicht glauben, dass die deutschen Truppen bis nach Stalingrad vorrücken könnten. Dann aber schlägt die Rote Armee ihre Lager dort auf, und die scheinbar noch ferne Bedrohung ist plötzlich grausame Wirklichkeit. Die zahlreichen engeren und fernen Mitglieder der Familie Schaposchnikow müssen sich mit dem Alltag des Krieges auseinandersetzen.

Mal fällt eine Rezension kürzer aus, mal länger, bei „Stalingrad“ von Wassili Grossmann reicht mir eigentlich ein Wort: Meisterwerk. Das Buch ist ein epischer Roman über eine Familie, die zunächst unbesorgt in Stalingrad lebt, aber sich schon bald damit auseinandersetzen muss, dass der Krieg direkt vor ihrer Haustür steht. Und die aktuellen Ereignisse in der Ukraine geben dem Werk einen erschreckend aktuellen Touch. Ich wünschte, wir hätten damals in der Schule auch solche Literatur an die Hand bekommen. „Stalingrad“ von Wassili Semionowitsch Grossmann gehört in jedes Bücherregal.

Hardcover / Ullstein / 1280 Seiten / € 35.-