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Der südafrikanische Sozialanthropologe James Suzman schrieb das Buch „Affluence without Abundance“. Hier beschrieb er die Jäger und Sammler als erste Wohlstandsgesellschaft. Beim Verlag C.H, Beck ist nun sein neues Buch „Sie nannten es Arbeit“ erschienen.

Arbeit ist der Kern unserer modernen Gesellschaften.  Doch warum überlassen wir ihr einen so großen Teil unseres Lebens? Und warum arbeiten wir immer mehr, obwohl wir so viel produzieren wie noch nie? Entspricht das unserer Natur? Warum fühlen sich dann immer mehr Menschen überlastet und ausgebrannt?
Unsere Steinzeit-Vorfahren arbeiteten weit weniger als wir. Sie arbeiteten, um zu leben und lebten nicht, um zu arbeiten. Und dennoch waren sie relativ gesund und wurden älter als die meisten Menschen, die ihnen nachfolgten. Erst die Sesshaftwerdung des Menschen und die zunehmende Arbeitsteilung in immer größer werdenden Städten schufen die Grundlage für unser heutiges Verhältnis zur Arbeit, zu unserer Umwelt und zu uns selbst. Doch was damals für das Überleben notwendig war, ist es in unserer heutigen Überflussgesellschaft längst nicht mehr. James Suzman liefert ein beeindruckendes Panorama von der Steinzeit bis zur Gegenwart, und lässt uns eine Welt neu denken, in der die Wachstumsideologie nicht mehr unser Leben und unseren Planeten aussaugt.

Schon oft wurde der Slogan „Arbeiten, um zu leben und nicht leben, um zu arbeiten“ genannt, von Politikern, Gewerkschaften und verschiedenen Gruppen. Doch wie das funktionieren könnte oder in der Geschichte der Menschheit bereits funktioniert hat, davon war von denen nichts zu hören. Anders im Buch „Sie nannten es Arbeit“ von James Suzman, der hier der Thematik tief auf den Grund geht. Und er zeigt auch Möglichlkeiten eines Lebens auf, das nicht nur darauf basiert, zu arbeiten und dabei Mensch und Natur letztendlich kaputt macht. Das ist höchst interessant und regt zum Nachdenken und diskutieren an. Sehr empfehlenswertes Buch.

Hardcover / C.H. Beck / 398 Seiten / € 26,95