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Der mittlerweile 72jährige Comiczeichner und Maler Barry Windsor-Smith wurde durch die Conan-Comics von 1970 bis 1973 bekannt. Später arbeitete er unter anderem an „Wolverine“ und „Uncanny X-Men“. In den 80ern war eine 23seitige Hulk-Story geplant, daraus wurde dann die dreißig Jahre andauernde Arbeit an dem Epos „Monster“, das im vergangenen Jahr endlich fertiggestellt wurde. Die deutsche Ausgabe ist ab sofort bei Cross Cult erhältlich.

Eine gewaltige politische Odyssee, die sich über zwei Generationen amerikanischer Geschichte erstreckt. Wir schreiben das Jahr 1964. Bailey ahnt nicht, dass er gerade im Begriff ist, sein tragisches Schicksal zu besiegeln, als er ein Rekrutierungsbüro der US-Armee betritt. Verschlossen, beschädigt, unschuldig – auf der Suche nach einer Vergangenheit und Zukunft zugleich. Kurzum: Bobby ist der perfekte Kandidat für ein geheimes Experiment der US-Regierung ... die entsetzliche, gottlose Fortsetzung eines Programms für Genetik, das fast 20 Jahre zuvor in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Nazi-Deutschland seinen Anfang fand. Sergeant McFarland, Baileys einziger Verbündeter und Beschützer, greift ein, als eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt wird, die sich der Kontrolle aller Beteiligten entreißt. Während sich die Monster vermehren – ob real oder metaphorisch – münzt diese Geschichte in einem Crescendo der moralischen Abrechnung.

Mit „Monster“ hat sich Barry Windsor-Smith selbst ein Denkmal geschaffen. Allein schon die Zeichnungen sind Stück für Stück Meisterwerke, die ganze Geschichte ist ein fantastisches Epos, spannend, dramatisch, voll roher Gewalt und doch hin und wieder keimt ein Funke von Romantik auf. Ich habe nie eine bessere Graphic-Novel lesen dürfen. Hier überzeugt wirklich jede der 360 Seiten. Unbedingt anschauen, es lohnt sich.

Hardcover / Cross Cult / 368 Seiten / € 40.-