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Im Jahr 1986 veröffentlichte Noah Gordon seinen Roman „Der Medicus“. Der Roman beschreibt, wie aus Robert Cole im 11. Jahrhundert ein Mediziner wird. Das Buch wurde ein immenser Erfolg und so folgte 2013 die Verfilmung. Eines haben sowohl Roman als auch Film gemeinsam, beide sind historisch nicht wirklich korrekt. Wer sich wirklich für die Medizin im Mittelalter interessiert, dem sei das Buch „Medicus – Die Macht des Wissens“ ans Herz gelegt, das im vergangenen Jahr von Alexander Schubert für die Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer zusammen mit Wolfgang Leitmeyer und Sebastian Zanke herausgegeben wurde. „Medicus – Die Macht des Wissens“ ist im WBG Verlag erschienen.

Das Mittelalter ist die Zeit der Bader und Quacksalber, der Wunderheiler und heilkundigen Kräuterfrauen. Hier siedelt Noah Gordon seinen Bestseller-Roman „Der Medicus“ an, ein Portrait über die Entwicklung des Arztberufes. Ausgehend von dieser mitreißenden Erzählung beleuchtet das Historische Museum der Pfalz die Geschichte der Medizin: Welche Wege und Umwege hat die Heilkunst beschritten? Welche kulturellen, religiösen und philosophischen Einflüsse haben die Medizingeschichte geprägt? Alexander Schubert, Wolfgang Leitmeyer und Sebastian Zanke zeigen Ihnen in ihrem interdisziplinären Sachbuch „Medicus - Die Macht des Wissens“ die faszinierende Welt der Medizin:
Großformatiger Prachtband zur Sonderausstellung „Medicus - Die Macht des Wissens“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer
Spannende Entdeckungsreise durch die Medizingeschichte vom alten Mesopotamien über das alte Ägypten, die römische und griechische Antike, das Mittelalter bis zur modernen Medizin
Neuste Forschungsergebnisse mit philosophischen, religiösen und magischen Erklärungsansätzen aus verschiedenen Zeiten und Kulturen von Medizinhistorikern und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachdisziplinen
Lebendige Präsentation von Grabungsfunden und wissenschaftlichen Exponaten mit über 240 Fotos, Karten und Zeichnungen
Inspiration „Medicus“: mit einem persönlichen Vorwort des Erfolgsschriftstellers Noah Gordon
Unfälle und Krankheiten bedrohen den Menschen seit Anbeginn der Geschichte. Kein Wunder, dass es einer der größten Menschheitsträume ist, Krankheiten zu heilen, Leben zu verlängern und Gesundheit wiederherzustellen. Die Ausstellung und der Katalogband zeigen über 5000 Jahre Medizingeschichte in all ihren Facetten: die enge Verzahnung von Magie, Religion und Medizin, die Wege des medizinischen Wissenstranfers oder den rasanten Anstieg des Wissens und den damit verbundenen Einfluss auf die Lebensqualität.

Ich muss zugeben, ich bin ein Mittelalterfan. Dabei interessieren mich weniger historische Ereignisse wie Kriege oder die Lebensdaten der Könige, sondern das tägliche Leben der einfachen Bevölkerung. Wie haben sie gewohnt, gekocht, gespielt und gearbeitet? Das interessiert mich. Und was haben die bei Krankheiten und Verletzungen getan. Welche medizinische Versorgung war überhaupt technisch und vom Wissensstand her möglich? Aufschluss darüber gibt das Buch „Medicus – Macht des Wissens“, das mit einer historischen Reisen durch viele Epochen die Geschichte der Medizin auszeigt. Und es erstaunt beinahe auf jeder Seite, mit welch einfachen Mitteln komplizierte Operationen durchgeführt wurden und welche wirksame Medizin schon damals hergestellt werden konnte. Ein unglaublich interessantes Buch, nicht nur für Mediziner, sondern für jeden historisch Interessierten. Ganz klare Kaufempfehlung.

Softcover / WBG Verlag / 256 Seiten / € 30.-