Nextgengamersnet
Games,  Movies and more


Silvia Vasquez-Lavado wurde in Peru geboren und kam später mit einem Stipendium in die USA. Heute lebt sie in San Francisco. Als sie meditierte hatte sie eine Vision von einem Tal, das von Bergen umgeben ist. Also begann sie die „Eight Summits“ zu besteigen. Eigentlich sind es die sieben schwierigsten Berge, aber es gibt zwei dieser Listen, von Bass und von Messner und Vasquez-Lavado hat beide komplettiert. Das sie selbst Missbrauchserfahrungen hat, gründete sie „Courageous Girls“ eine Hilfsorganisation für Opfer von Missbrauch und Menschenhandel. In ihrem Buch „Im Schatten des Mount Everest“ erzählt sie ihre Geschichte. Das Buch ist bei Goldmann erschienen.

Als Silvia Vasquez-Lavado nach langer Zeit in ihre Heimat Peru zurückkehrt, beschließt sie endlich, ihr Leben zu ändern: Nach außen hin ist sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau in der Macho-Tech-Welt des Silicon Valley, doch kämpft sie schon seit Jahren mit Alkoholproblemen, leugnet ihre Liebe zu Frauen und verdrängt den sexuellen Missbrauch, den sie als Kind erfahren hat. Schon früher gaben ihr die Berge halt, also beginnt Silvia zu klettern. Erst auf kleinere Berge, dann wagt sie sich immer höher hinauf. Die enormen mentalen und körperlichen Herausforderungen während ihrer Touren führen ihr vor Augen, dass sie dieses oft chaotische und manchmal schmerzhafte Leben leben will. Schritt für Schritt bekommt sie sich wieder in den Griff, gründet »Courageous Girls«, eine Vereinigung zur Unterstützung weiblicher Missbrauchsopfer, und fasst schließlich den Entschluss mit einer Gruppe junger Frauen, die das gleiche Missbrauchstrauma teilen, auf den Mount Everest zu gehen. Die Stärke ihrer Gemeinschaft treibt sie voran und erneuert das Vertrauen jeder einzelnen Frau in sich selbst und in die anderen. Zusammen trägt die Gruppe ihren größten Schmerz auf den höchsten Berg der Welt – und lässt ihn dort ziehen. »Im Schatten des Mount Everest« ist eine mitreißende Geschichte über Abenteuerlust, Widerstandsfähigkeit, die große Kraft weiblicher Solidarität, Heilung und Spiritualität.

Was für eine beeindruckende Frau und was für ein beeindruckendes Buch. Ich bin von „Im Schatten des Mount Everest“ begeistert. Dass Bergsteigen auch eine Art von Therapie sein kann, wurde ja schon oft berichtet, aber so intensiv beschrieben wurde es noch nie. Und mitzuerleben, und sei es nur bei der Lektüre, wie sie mit ihrem Elan und Willen andere Frauen, die ähnliches durchmachen mussten, förmlich mitreisst, fesselt bis zur letzten Seite. Großartiges Buch, unbedingt lesen.

Hardcover / Goldmann / 480 Seiten / € 22.-