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Axel Petermann hat als Leiter der Bremer Mordkommission mehr als 1000 Fälle bearbeitet, in denen Menschen eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Im Jahr 2000 baute er die Dienststelle „Operative Fallanalyse“ auf und leitete sie bis zu seiner Pensionierung. Seitdem ist er als Dozent für Kriminalistik an verschiedenen Hochschulen tätig. Daneben berät er Filmteams für TV-Serie und Dokumentationen. Auch einige Bücher hat er bereits sehr erfolgreich veröffentlicht. Sein neues Buch „Im Auftrag der Toten“ ist bei Heyne erschienen.

Ein Mann wird wegen Mordes an seiner reichen Tante zu lebenslanger Haft verurteilt – doch die Ermittlungsunterlagen offenbaren haarsträubende Widersprüche. Der Tod einer lebensfrohen Frau wird als Selbstmord deklariert, obwohl belastende Indizien auf den gewalttätigen Ex-Freund hinweisen. Den Mord an zwei jungen Mädchen legt die Schweizer Polizei vorschnell zu den Akten, weil die nötigen Beweise fehlen …

Axel Petermann zeigt anhand seiner neuesten Fälle, warum gängige Ermittlungsmethoden häufig versagen. Als Außenstehender kann er unabhängig ermitteln und trägt mit der »operativen Fallanalyse«, dem Profiling, maßgeblich dazu bei, die komplexen Verbrechen aufzuklären. Fesselnd und detailreich schildert er hier jeden einzelnen seiner Arbeitsschritte – wir sind bei der Wahrheitsfindung hautnah dabei.

Ein ehemaliger Profiler präsentiert hier einige Kriminalfälle, zeigt die Fehler bei den Ermittlungen auf, schildert, wie neue Beweise gefunden werden und wie dies dazu führt, dass vorige Ergebnisse teils völlig falsch waren. Das ist spannend wie ein Thriller und Axel Petermann versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Von zu vielen unverständlichen Fachausdrücken wird Abstand genommen. Wer sich für die Arbeit und die Vorgehensweise eines Profilers interessiert, findet hier genau das richtige Buch.

Paperback / Heyne / 384 Seiten / € 14.-