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Der deutsche Schriftsteller Jochen Schmidt wurde 1970 in Ost-Berlin geboren. Im Jahr 1999 begründete er die Verliner Lesebühne Chaussee der Enthusiasten mit. Er verfasst Kolumnen für verschiedene Zeitungen, schreibt Reiseführer und ist Übersetzer. Außerdem spielt er in der deutschen Autorennationalmannschaft Fußball. Sein neues Buch „Ich weiss noch, als King Kong starb“ ist bei C.H. Beck erschienen.

Jochen Schmidt ist der Meister des Stutzens und Staunens, einer stets leicht irritierten Selbsterforschung und der ewigen Sehnsucht, endlich so entdeckungsfreudig und unbelangbar spielen, lesen und sammeln zu dürfen, wie man es eigentlich schon als Kind nie durfte. In den Geschichten dieses Bandes, geschmückt mit Foto-Essays und Cartoons, kommt die Lust, nur so zu tun, als wäre man erwachsen geworden, in ihrer ganzen Tragweite zur Geltung. Schmidt zu lesen ist das reine Vergnügen.
Was macht man nur, wenn die Freundin einem vor dem Gehen noch einen ganz dringenden Auftrag erteilt und man ihn gleich wieder vergessen hat? Warum musste man als Kind immer ins Grüne, wenn doch Fernsehen viel interessanter war, und in welchem Maße haben diese Ausflüge das Verhältnis zur Natur dauerhaft beschädigt? Und was macht Lesereisen, etwa ins beschauliche Pufen, so unvergesslich? Dass man wieder einmal das Buch eines anderen, aber gleichnamigen Autors nach der Lesung signieren durfte?

In „Ich weiß noch, wie King Kong starb“ erzählt der Autor Jochen Schmidt viele kleine Geschichten und Anekdoten, die nicht nur unterhaltsam sind, sondern auch viele Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend wecken. Der Humor in der ruhigen Erzählweise Schmidts ist große klasse und regt immer wieder zum Schmunzeln, manchmal zum lauthals Loslachen an. Das Wetter ist trübe, die Pandemie nervt, da kommt dieses Buch gerade richtig. Klare Kauf- und Lese-Empfehlung.

Hardcover / C.H. Beck / 239 Seiten / € 22.-