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Der Festa-Verlag trägt in seinem Logo den schönen Satz „Wenn Lesen zur Mutprobe wird“, und ganz besonders trifft das auf die Reihe Festa Extrem zu. Hier werden Bücher direkt nur über den Verlag veröffentlicht, weil sie für den regulären Buchhandel zu hart, zu blutig, eben einfach zu extrem sind. Aber gerade aus diesen Gründen hat diese Reihe viele Fans, die sich auch in einer eigenen Facebook-Gruppe austauschen. Zwei Bücher dieser Reihe will ich euch heute vorstellen. Das ist zum einen „Mister Torso und andere Extremitäten“ von Edward Lee und zum anderen „Willkommen in Hell, Texas“ von Tim Miller.


Mister Torso und andere Extremitäten

Neun Erzählungen von Edward Lee, die seine obszöne literarische Klasse zeigen. Und natürlich geht es wieder um seine Lieblingsthemen: Sex, Rednecks und Monster – und das alles gewürzt mit Zynismus und blutiger Gewalt.

Inhalt:

Mister Torso
Miss Torso
Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen
Der Dritophile
Makak
Die Mutter
Der Falsche
Das Baby
Das McCrath Modell SS40-C, S-Serie

Neun Kurzgeschichten enthält das Buch „Mister Torso und andere Extremitäten“ von Edward Lee. Und dieser Autor ist in der Szene dafür bekannt, alle Grenzen zu überschreiten und das tut er auch hier, was das Lesen der Geschichten zu einem echten Vergnügen macht. Da gibt es irre Serienmörder, Zombie-Nutten, folternde Mafia-Bosse und Voodoo. Nah an meine persönliche Grenze hat mich die Geschichte „Der Dritophile“ gebracht. Keine leichtverdauliche Kost, das kann ich euch sagen, im wahrsten Sinne der Worte. Großartiges Buch, das ich nur weiterempfehlen kann, allerdings nicht als Geschenk für die Rosamunde Pilcher verschlingende Schwiegermutter.

Softcover / Festa Extrem / 256 Seiten / € 12,99



Willkommen in Hell, Texas

Auf ihrem Roadtrip durch den Süden von Texas werden vier Collegestudenten irgendwo im Nirgendwo von einem Sheriff angehalten und verhaftet. Er beschuldigt sie illegale Einwanderer zu sein.
Die vier werden in das Städtchen Hell gebracht. Hier leben die Bürger nach ihren eigenen kranken Regeln. Und in der Kunst der sadistischen Vernichtung von Fleisch und Seele haben sie unvorstellbare Meisterschaft erlangt …

Ein Kaff im Nirgendwo von Texas, die Bewohner durchgehend perverse Bastarde, denen eine Gruppe von vier jungen Leuten in die Hände fällt. Klingt nach Altbekanntem? Für das Grundgerüst der Geschichte mag das stimmen, aber den Rest habt ihr bislang in noch keinem Buch oder Film gelesen beziehungsweise gesehen. Die vier Freunde werden in der Stadt aufgeteilt und jedem steht ein anderes Schicksal bevor. Dabei wechseln die Kapitel jeweils von einem Schauplatz zum nächsten und dem Leser wird langsam klar, dass Hell in Texas nicht der ideale Urlaubsort ist. Das fesselt von der ersten Seite bis zum äußerst überraschenden Ende und macht Lust auf mehr Bücher von Tim Miller.

Softcover / Festa Extrem / 160 Seiten / € 12,99